"Haben einen Plan": Schultz will St. Pauli in Erfolgsspur zurückführen

In der Hinrunde war die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem SSV Jahn Regensburg noch ein Top-Spiel. Das hat sich auch wenige Monate später nicht geändert, fand FCSP-Cheftrainer Timo Schultz. Allerdings kämpfen beide Team zurzeit gegen Rückschläge an. Alles jedoch nur an Ergebnisse zu messen, sei für den Hamburger Fußballlehrer zu einfach.

Stimmung bei St. Pauli weiter gut

In Regensburg reist der FC St. Pauli mit der Last von fünf Spielen ohne Sieg an. Die Hamburger haben dadurch die Tabellenspitze verloren, doch der kommende Gegner ist als anfängliche Überraschungsmannschaft gar nicht mehr im Aufstiegsrennen dabei - weil die Jahnelf zuletzt auch fünf Niederlagen in sechs Spielen kassierte. "Es ist immer gefährlich, alles nach Ergebnisse zu beurteilen", verwies FCSP-Cheftrainer Timo Schultz, dass die Kiezkicker ihren Konkurrenten nun automatisch als eigenen Aufbaugegner bewerten darf. "Sie haben eine Mannschaft, die unabhängig von den Ergebnissen sehr, sehr unangenehm zu bespielen ist."

Doch zurück zu den eigenen Problemen, die dem Übungsleiter durchaus bekannt sind. "Momentan müssen wir uns ein paar Sachen vielleicht neu erarbeiten und vielleicht den einen oder anderen Stein mehr umdrehen. Die grundsätzliche Herangehensweise hat sich bei uns nicht geändert", stellte Schultz zuversichtlich in Aussicht, dass die Kiezkicker wieder in ihren Lauf finden könnten. Dazu will er keinesfall in Panik verfallen: "Es ist auch wichtig, dass die Jungs merken, dass wir einen Plan haben und nicht in Aktionismus verfallen." Immerhin ist St. Pauli immer noch Tabellenzweiter, sodass bei den Hamburgern keineswegs Trübsal herrsche. Besser wird sie nur durch bessere Ergebnisse.

"Da verrate ich nicht zu viel"

Einer, der wieder zum nötigen Trumpf im Spiel der Hamburger werden könnte, ist Daniel-Kofi Kyereh. Der Offensivspieler ist zurück vom Afrika-Cup und könnte wieder eine Option sein, nachdem er zusätzlich eine Muskelverletzung zugezogen hatte. "Wenn man sich seine Daten mit seinen Toren und Vorlagen anguckt, hat er für uns einen extremen Wert. Aber auch durch die Art und Weise, wie er spielt, ist er für uns ein sehr wichtig", machte Schultz kein Geheimnis um die Bedeutung von Kyereh für das Spiel der Kiezkicker. "Wenn er zu 100 Prozent fit ist, steht er auch auf dem Platz. Da verrate ich nicht zu viel."

Obwohl sich weitere FCSP-Akteure für die Rolle von Kyereh in dessen Abwesenheit empfohlen haben. "Die Spieler, die zuletzt für ihn in die Bresche gesprungen sind, haben es richtig gut gemacht und bewiesen, dass sie den Anspruch haben, auf der Position Stammspieler zu sein. Wenn man die ganze Zeit nimmt, hat sich Kofi einen Bonus aber verdient", erklärte Schultz sein Vertrauen gegenüber Kyereh. Nun gilt es, unabhängig vom Personal, wieder auf dem Platz in die Mechanismen zu finden. Neben Kyereh könnte auch Philipp Ziereis ein Kandidat für die Startelf sein, der zuletzt aus Vorsichtsmaßnahmen im Training geschont wurden. Afeez Aremu und Sebastian Ohlsson sind ebenfalls wieder im Training.

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