Härtel fordert: "Immer am Limit gehen und Maximum herauspressen"
Vor der kommenden Auswärtspartie in Regensburg (Samstag, 13:30 Uhr) hat der F.C. Hansa Rostock zwei Siege in zwei Wettbewerben im Rücken - darunter gegen Regensbrug. Das Pokalspiel zwischen beiden Teams vor einer Woche gilt bei Cheftrainer Jens Härtel als Orientierungspunkt. Der Fußballlehrer weiß, was zu tun ist, um die gute Stimmung beizubehalten.
"Genießen das schon"
Vor neun Tagen ging die Hansa-Kogge siegreich aus dem Elfmeter-Krimi gegen Regensburg hervor. Nun treffen sich die Mannschaften an gleicher Stelle wieder, um den 13. Spieltag auszutragen. "Man hat natürlich dieses Spiel und dieses Ergebnis im Rücken. Damit ändert sich schon die ganze Herangehensweise. Da sind auch die Dinge, die wir unbedingt besser machen müssen, ein Thema", zeigte sich Jens Härtel selbstbewusst. Denn den Schwung aus den letzten Erfolgen will der Übungsleiter mitnehmen. "Wir fahren nicht dorthin, um Punkte abzuliefern."
Kurios: Für die Rostocker ist es bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass sie kurz nach einem Pokalspiel auf denselben Gegner treffen. So war es bereits im August der Fall, als Hansa erst siegreich aus dem Pokalduell mit Heidenheim hervorging und sieben Tage später ein 1:1-Remis gegen die Brenzstädter erreichte. Dieses Mal liegt nur die Partie gegen Düsseldorf zwischen den Regensburger Spielen - der 2:1-Sieg gegen Fortuna gibt zusätzlichen Aufschwung. "Wir genießen das schon, dass die Stimmung hier relativ ausgelassen war. Aber wir sollten nicht vergessen, wie schnell das gehen kann", mahnte Härtel seine Mannschaft zur Vorsicht. Gleichzeitig wusste der 52-Jährige, was zu tun ist: "Um das Gefühl zu behalten, musst du immer am Limit gehen und das Maximum herauspressen."
Jahnelf ein Aufstiegskandidat
Neben den Langzeitverletzten wird in Regensburg wohl auch Julian Riedel (Schlag auf das Fußgelenk) fehlen, bislang konnte der Abwehrmann nicht trainieren. Für Härtel ergibt sich dennoch eine vorteilhafte Situation aus den letzten Wochen. "Die Jungs, die ein stückweit hinten dran sind, geben schön Gas. Es wird nicht ganz so einfach, den Kader für Regensburg zu benennen", freute sich der Cheftrainer über den sportliche Qualität in seiner Auswahl. Nun muss Härtel nur die Richtigen auswählen, um der "Wut im Bauch" der Regensburger entgegen zu treten: "Sie haben ein Reservoire an wuchtigen Spielern, gerade in der Offensive. Der Kollege kann reinschmeißen, wen er will. Die funktionieren."
Die Jahnelf zeichne sich derzeit durch eine "unheimliche Konstanz" und eine "unangenehme Spielweise" aus, die den SSV nicht umsonst auf den zweiten Tabellenplatz brachte. "Wenn sie das so durchziehen, dann sind sie ein Aufstiegskandidat", legte sich Härtel außerdem fest. "Sie haben keinen Druck und haben einen Rhythmus und eine Selbstverständlichkeit." Schon in den vergangenen Jahren habe das immer wieder dazu geführt, dass eine Mannschaft oben stand, mit der nicht zu rechnen war. Entsprechend stellte Härtel sein Team auf eine große Herausforderung ein.