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Hamburg: Jung geht – kommt nun Reis?

imago images / HMB-Media

Mit Gideon Jung verlässt einer der dienstältesten Spieler den Hamburger SV zum Saisonende. Wie der Verein bekanntgab, einigten sich beide Seiten noch vor dem Trainingsstart auf eine Auflösung des ursprünglich am 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrags. Neu hinzukommen könnte hingegen Ludovit Reis, der zuletzt bereits vom FC Barcelona an den VfL Osnabrück ausgeliehen war und nun bei den Rothosen auf der Wunschliste stehen soll. 

Jungs Vertrag nach sieben Jahren aufgelöst

Nach sieben gemeinsamen Jahren gehen der Hamburger SV und Gideon Jung ab sofort getrennte Wege. Wie die Rothosen am Dienstag bekanntgaben, wurde der Vertrag mit dem 26-jährigen Defensivspieler noch vor dem offiziellen Trainingsstart einvernehmlich aufgelöst. "Gideon ist ein Profi, der in seinen Jahren beim HSV nicht immer leichte Zeiten erlebt hat. Er hat sich dabei stets professionell verhalten und auch in schwierigen Zeiten in den Dienst der Mannschaft gestellt. Dennoch ist nach einer gemeinsamen Analyse die Entscheidung gereift, dass für seinen weiteren Weg eine Veränderung am besten ist", erklärt Sportdirektor Michael Mutzel den Abgang eines seiner dienstältesten Profis auf der Website des Vereins.

Jung kam 2014 von Rot-Weiß Oberhausen an die Elbe und spielte sich über die Zweitvertretung in den Kader der Profimannschaft, für die er in 78 Bundesligaspielen, zehn DFB-Pokalpartien und 55 Zweitligaspielen auflief. Seinen größten Erfolg in dieser Zeit feierte der Deutsch-Ghanaer allerdings im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft, mit der er unter Trainer Stefan Kuntz 2017 Europameister wurde. Wie es für Jung nun weitergehen könnte, ist noch nicht bekannt.

Reis auf der Wunschliste des HSV 

In Hamburg als ein Nachfolger gehandelt wird hingegen schon Ludovit Reis. Der 21-jährige Niederländer vom FC Barcelona war in der vergangenen Saison bereits an den Ligakonkurrenten aus Osnabrück ausgeliehen (27 Spiele mit einem Tor und einer Vorlage) und soll laut verschiedener Medienberichte nun beim Hamburger SV auf der Wunschliste stehen. Allerdings hat der Mittelfeldspieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de bei zwei Millionen Euro liegt, eine Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro in seinem Vertrag stehen. Die wird der HSV mit Sicherheit nicht zahlen, allzu günstig werden dürfte Reis aber so oder so nicht.