Hamburg siegt 6:1 im Derby: "Mit uns muss man immer rechnen"
Nach zuvor vier sieglosen Spielen hat sich der Hamburger SV mit dem 6:1 gegen Hannover 96 eindrucksvoll im Aufstiegsrennen zurückgemeldet und den Sprung auf Platz zwei geschafft. Der bis dato höchste Saisonsieg sorgte bei allen Rothosen für eine gelöste Stimmung und dürfte für den Saisonendspurt wichtiges Selbstvertrauen zurückgeben.
Hamburger SV feiert den höchsten Saisonsieg
Mit einem Ergebnis wie diesem hätte wohl auch der größte Optimist in Hamburg nicht gerechnet. Mit einem 6:1 schickten die Rothosen Hannover 96 zurück auf die kurze Heimreise und bescherten ihren Fans einen perfekten Samstagnachmittag, für den sich der Anhang mit "Oh wie ist das schön"-Gesängen bedankte. Nicht selbstverständlich nach zuletzt vier sieglosen Spielen, die wieder einmal die Angst vor einem erneuten Versagen im Aufstiegskampf geschürt hatten.
"Mit dem HSV muss man immer rechnen", meinte Chefcoach Tim Walter hinterher und bezeichnete das 1:0 von Sonny Kittel (34.), der damit nach 343 Tagen mal wieder einen Treffer erzielte, als wichtigen "Dosenöffner" für den Heimerfolg. Nicht ganz unbedeutend waren aber auch die weiteren Treffer durch Laszlo Benes (41. und 61.), Robert Glatzel (65.), Ransford Königsdörffer (75.) und Ludovit Reis (87.), die den 16. Saisonsieg des HSV unter Dach und Fach brachten. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Derrick Köhn (52.) blieb so letztlich nur eine Randnotiz.
Alle freuen sich für Kittel
"Wir haben nie aufgehört, Fußball zu spielen und immer auf das nächste Tor zu gehen. Die ganze Mannschaft war heute da", freute sich Noah Katterbach, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass der HSV zunächst ein paar Ankaufschwierigkeiten hatte. "Die erste halbe Stunde haben wir gebraucht, um reinzukommen. Doch davon haben wir uns nicht verunsichern lassen."
Dass ausgerechnet Kittel den Torreigen eröffnete - der 30-Jährige Offensivspieler wäre im Winter beinahe nach Saudi Arabien gewechselt und konnte in den vergangenen Wochen nicht sein volles Potential abrufen - freute dessen Teamkollegen besonders. "Er ist ein so guter Fußballer, der in dieser Saison viel Pech hatte. Es ist überragend, dass er gerade jetzt wieder da ist, wo es darauf ankommt. Er ist ein unersetzlicher Spieler, ein einzigartiger Spieler für diese Liga", lobte beispielsweise Torjäger Glatzel und auch Walter erhofft sich von seiner Nummer zehn noch sehr viel Input im Saisonendspurt: "Wenn Sonny Freude hat, ist er ein unfassbarer Spieler. Und er hat wieder Freude."
Durch die Niederlage des 1. FC Heidenheim am Samstagabend geht der HSV nun als Tabellenzweiter in die letzten sieben Saisonspiele und befindet sich in einer guten Ausgangssituation. Auswärts beim 1. FC Kaiserslautern gilt es diese am kommenden Samstagabend noch zu bestärken und damit auch die starke Leistung gegen Hannover 96 zu bestätigen.