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Hamburger SV: Bisherige Remis-Könige mit Remis in die Winterpause

© IMAGO / KBS-Picture

Mit einem 1:1-Unentschieden im Topspiel gegen Schalke verabschiedet sich der Hamburger SV jetzt in die Winterpause. Ärger wegen des späten Ausgleichstreffers gab es an der Elbe durchaus, aber das in erster Linie wegen der eigenen Nachlässigkeit. Es fehlte das Sieger-Gen, wie die Beteiligten nach Abpfiff festhielten.

"Hat uns heute nicht so gutgetan"

Im Hinspiel machten die Königsblauen den frühen Treffer, ehe der Hamburger SV in der Mitte der zweiten Hälfte ausglich und am Ende mit zwei weiteren Toren den Sieg markierte. Am vergangenen Samstagabend verlief das Rückspiel sehr ähnlich, als Schalke die frühe Hamburger Führung durch einen späten Treffer ausglich. Dabei war in der ersten Halbzeit spielerisch noch alles in Ordnung – doch Cheftrainer Tim Walter erkannte Probleme: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben gleich mit der ersten Aktion das Tor erzielt. Das hat uns heute nicht so gutgetan, wie es uns sonst immer guttut."

Bis zur Pause gehörte das Spiel dennoch dem HSV, ehe Schalke dann in der zweiten Halbzeit mehr in die Partie investierte. "In der zweiten Halbzeit haben wir gleich mit dem ersten Ballkontakt einen Fehler gemacht. Das hat sich dann so ein bisschen durchgezogen", beobachtete Walter, dem der Mut im Spiel seiner Mannschaft fehlte. Entsprechend habe der HSV seinen Teil dazu beigetragen, dass der Gegner zurück in die Partie kam – mit dem Ausgleichstreffer nach 87 Spielminuten. "Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden. Wir waren in der ersten Hälfte besser, Schalke in der zweiten", so Walter.

Nie weniger Niederlagen zur Pause

Über das Ergebnis wollte sich an der Elbe niemand aufregen. "Am Ende des Tages war das Unentschieden verdient", fand auch Mittelfeldspieler Jonas Meffert, genauso auch Moritz Heyer: "Ein verdientes Ergebnis, dennoch sind wir enttäuscht, die Führung nicht über die Zeit gebracht zu haben." Über die Art und Weise, wie das Ergebnis letztlich zustande kam, ließe sich vermutlich eher streiten. "Wir haben gekämpft und alles reingehauen, aber es fehlte die letzte Konsequenz, um zu Null zu spielen", ärgerte sich Meffert über die eigene Nachlässigkeit, die "schon wehtut". Für den 27-Jährigen stand fest: "Uns hat dann vorne das Sieger-Gen gefehlt, um das zweite Tor zu machen."

Für den Hamburger SV war es das neunte Unentschieden in der laufenden Saison, sodass sich die Elbstädter zur Winterpause durchaus als bisherige Remis-Könige der Liga betiteln dürfen. Nun sind die Hamburger gleichauf mit Schalke, Nürnberg und Heidenheim, haben aber gegenüber der Konkurrenz das beste Torverhältnis und überwintern deshalb auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz. Es ist bislang die vermeintlich schlechteste Platzierung in der vierjährigen Zweitliga-Geschichte, gleichzeitig hat der HSV aber nie weniger Niederlagen nach 18 Spielen einstecken müssen. Enger war das Aufstiegsrennen insgesamt noch nie.