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Hamburger SV: Muss Hannes Wolf jetzt gehen?

Der Hamburger SV schlittert auf das zweite Zweitligajahr in Folge zu. Nach der 0:3-Niederlage gegen den FC Ingolstadt vermeidet HSV-Sportvorstand Ralf Becker ein Bekenntnis zu Trainer Hannes Wolf, kurz vor dem Saisonfinale liegen die Nerven in der Elbestadt blank.

"Müssen uns in Ruhe zusammensetzen"

Verspielt der HSV im Endspurt die Saison? Seit sechs Spielen waren die Hamburger ohne Sieg, der FC Ingolstadt schlug zum siebten Mal zum Leidwesen der Hanseaten zu. Nicht nur die weitere Niederlage erhöht den Druck in der Hanse-Stadt enorm, auch die Art und Weise des Auftretens lässt die Köpfe der HSV-Verantwortlichen rauchen: eine 0:3-Niederlage gegen den Tabellen-Vorletzten ist für eine Rückkehr in die Bundesliga zu wenig.

Trainer Hannes Wolf könnte nun der Leidtragende werden. Entgegen von Aussagen, die HSV-Sportvorstand Ralf Becker und Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann am Donnerstag gegenüber dem "kicker" äußerten, soll der Stuhl des Chefcoaches wackeln. "Wir haben 0:3 gegen Ingolstadt verloren, müssen das erst einmal aufarbeiten und verarbeiten. Wir haben uns letzte Woche klar positioniert. Aber wir müssen uns auch in Ruhe zusammensetzen und diese Situation besprechen", vermied Becker unmittelbar nach der Partie ein klares Bekenntnis zur Wolf.

Endspiel gegen Paderborn?

"Am Ende geht es um den Verein", heißt es weiter, sodass die Pläne, mit Hannes Wolf notfalls in eine weitere Zweitliga-Saison zu gehen, wohl zu den Akten gehören. Entgegen dem 1. FC Köln, der eine Woche zuvor trotz Tabellenführung mit der Entlassung von Markus Anfang für ein dickes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga setzte, hielt der HSV an seinem Trainer fest – und verspielt nun womöglich alles.

Insbesondere das anstehende Aufstiegsduell mit dem SC Paderborn birgt Brisanz. Der Tabellenzweite verlor das Ostwestfalen-Derby am Freitagabend, sodass das direkte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften am nächsten Spieltag für eine Vorentscheidung im Rennen für die Bundesliga bedeuten kann. Gut möglich, dass beim Hamburger SV dieser Gedanke zum nächsten Trainerwechsel führt – einen neuen Impuls haben die Hamburger zweifelsohne nötig.