Hamburger SV: Schonlau vor Comeback und enttäuscht über Walter-Aus
Wie Tim Walter kam Sebastian Schonlau im Sommer 2021 zum Hamburger SV und wurde dort auf Anhieb zum Kapitän. Nun steht der 29-jährige Defensivspieler ausgerechnet nach der Suspendierung seines Förderers vor dem Comeback nach langer Verletzung, fühlt sich für dessen Rauswurf "verantwortlich" und verspricht "etwas gutmachen" zu wollen.
Schonlau fühlt sich für Walter Rauswurf "verantwortlich"
Drei Faszienrisse in beiden Waden haben Sebastian Schonlau einen Großteil der bisherigen Saison gekostet, in lediglich vier Spielen stand der Kapitän des Hamburger SV auf dem Feld. Vielleicht wäre zusammen mit dem 29-jährigen defensiven Stabilisator einiges anders gelaufen, waren es doch vor allem die wackelige Abwehr und die vielen Gegentore, die Tim Walter unlängst den Job kosteten. Dass der 48-Jährige nach der 3:4-Niederlage gegen Hannover 96 seinen Hut an der Elbe nehmen musste, traf auch Schonlau. Schließlich begannen sie beide im Sommer 2021 beim HSV, wo Walter Schonlau direkt zum Kapitän ernannte.
"Ich habe ihm viel zu verdanken", blickt Schonlau daher zurück und spricht gegenüber dem "Kicker" von "einer erfolgreichen Zeit, auch wenn es zum ganz großen Sprung nicht gereicht hat." Die Abberufung Walters sei für Schonlau eine Enttäuschung gewesen, zu der er aber auch einen Teil beigetragen habe. "Ich persönlich fühle mich verantwortlich, wir Spieler generell fühlen uns verantwortlich", so der HSV-Kapitän, der verspricht, nun "etwas gutzumachen" zu haben.
Gegebenfalls könnte Schonlau schon am Samstag auswärts bei Hansa Rostock auf den Platz zurückkehren, die ersten Trainingseinheiten nach der Verletzung förderten keinerlei Probleme zu Tage. Ob es aber schon für die Startelf reicht, vermag der 29-Jährige nicht zu äußern: "Ich werde mich sicher noch mit Merlin austauschen." Die Berufung des vorherigen Co-Trainers Merlin Polzin begrüßt Schonlau dabei. "Er ist unfassbar reif mit seinen 33 Jahren. Außerdem ist er mittendrin, er weiß besser, wo unsere Probleme sind, als jemand, der von außen dazukäme", so der Abwehrspieler, der mit seinem Team nun alles geben wird, um die Rückkehr in die Bundesliga doch noch Wirklichkeit werden zu lassen.