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Hannover 96: Fliegt jetzt Jan Schlaudraff?

© imago images / Picture Point

Das bescheidene Abschneiden von Hannover 96 im ersten Halbjahr nach dem Bundesliga-Abstieg wirft Fragen auf, die Klubchef Martin Kind gerne beantwortet hätte. Im Winter wollen die Niedersachsen in ihrem Kader deutlich nachrüsten, zwei Mal konnte sich der Sportdirektor zudem nicht in der Trainerfrage durchsetzen – sodass die Zusammenarbeit nach nur sechs Monaten auf der Kippe steht.

Heikle Aufgabe als Neuling

Mitte April des Jahres begann Jan Schlaudraff seine Arbeit bei Hannover 96 als Assistent der Geschäftsführung, nach dem Bundesliga-Abstieg wurde der Ex-Profi der Niedersachsen zum Sportdirektor befördert – nur drei Monate nach seinem Einstieg in das Geschäft hinter den Kulissen kam die Entscheidung durchaus überraschend. Zumal dem Novizen eine heikle Aufgabe bevorstand, sollte er für die 2. Bundesliga doch den Umbruch gestalten: Dabei kam es zu 18 Neuverpflichtungen und 21 Abgängen. Wie die Tabelle nach dem 18. Spieltag zeigt, waren aber nicht alle Griffe des 36-Jährigen ein Treffer – muss Schlaudraff nun um seinen Job bangen?

Wohlgemuth und Gärtner im Blick?

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, traf sich Klubchef Martin Kind bereits mit Fabian Wohlgemuth. Der 40-Jährige war zuletzt als Sportgeschäftsführer in Kiel tätig und wurde dort Anfang Oktober von seinen Aufgaben entbunden. Auch Harald Gärtner, Ex-Sportgeschäftsführer vom FC Ingolstadt, soll sich demnach in den nächsten Tagen mit Kind treffen – der 51-Jährige hat ebenfalls eine Vergangenheit als Profi bei den 96ern. Schlaudraff, der sich aktuell mit den Winterverstärkungen beschäftigten dürfte, wackelt trotz seines gültigen Vertrags bis 2022. Bezeichnend ist dabei wohl auch, dass sowohl Mirko Slomka, als auch Kenan Kocak letztlich von Martin Kind als Cheftrainer installiert wurden. Nach nur einem halben Jahr könnten sich die Wege zwischen dem ambitionierten Klub und dem Sportdirektoren-Neuling deshalb wieder trennen.