Hannover 96: Ist Mehmet Ekici wieder ein Thema?
Fünf Wochen lang trainierte Mehmet Ekici bei Hannover 96 mit, ehe sich der Mittelfeldspieler auf eigenen Wunsch von den Niedersachsen verabschiedete. Ein Transfer des vereinslosen Ex-Bundesliga-Spielers schien ausgeschlossen, doch nun könnte es die Kehrtwende geben. Die Roten sollen beim Mittelfeldspieler hoch im Kurs stehen.
Poker scheint wieder offen
"Es ist genug gesagt worden, ich will nicht mehr darüber reden", wehrte sich 96-Cheftrainer Kenan Kocak gegenüber der "Bild"-Zeitung, sich noch einmal an den Spekulationen rund um Mittelfeldspieler Mehmet Ekici zu beteiligen. Der 30-Jährige war in den vergangenen Wochen als Trainingsgast bei den Roten untergekommen, erhielt dort sogar Extra-Fitnesseinheiten. Eine Verpflichtung des 73-fachen Bundesligaspielers stand lange Zeit im Raum, bis sich Ekici schließlich aus freien Stücken aus dem Training verabschiedete.
"Mehmet wurde nicht aus Leistungsgründen weggeschickt, 96 wollte ihn ja haben. Es war wegen der finanziellen Situation...", offenbarte Berater Kadir Özdogan jetzt, dass der wirtschaftliche Rahmen zwischen den Parteien nicht geklärt werden konnte. Dem Vernehmen nach forderte Ekici zunächst über 1,5 Millionen Euro an Jahresgehalt, dazu ein Handgeld. Klar durfte gewesen sein, dass das Hannovers Budget sprengen würde und Ekici machte Abstriche. Zur Einigung kam es trotzdem nicht - bis jetzt. Özdogan versicherte: "Mehmet hat sich in den fünf Trainingswochen sehr wohl gefühlt."
Ekicis weiteres Entgegenkommen?
Deswegen soll Ekici dem Verein nun laut Bericht weiter entgegenkommen. Vor einer Woche verließ der 30-Jährige das Training, ein Wechsel galt seither als ausgeschlossen. Ekici soll jedoch in der Region geblieben sein, um sich mit einem Personaltrainer für die Chance bei den Roten fit zu halten. Auch gegenüber dem Freundeskreis soll der Mittelfeldspieler betont haben, wie "gern er bei 96 unterschreiben" würde - um mit den Niedersachsen in die Bundesliga aufzusteigen. Ein Wunsch, der nun möglicherweise durch ein gegenseitiges Entgegenkommen doch noch realistischer werden könnte.