Hannover 96: Leitl bleibt Trainer
Trotz des fatalen Abwärtstrends der letzten Wochen und der 0:3-Heimklatsche gegen Heidenheim bleibt Stefan Leitl vorerst Trainer bei Hannover 96. Nur absteigen darf er unter keinen Umständen.
Klassenerhalt hat oberste Priorität
Schon nach dem 1:6 am vergangenen Samstag beim HSV rechneten nicht wenige Experten mit einer Entlassung Stefan Leitls bei Hannover 96. Das desaströse 0:3 gegen den 1. FC Heidenheim am gestrigen Freitag war Wind auf den Mühlen derer, die in Leitl nicht mehr den richtigen Mann an der Seitenlinie der 96er sehen. Und auch wenn der 45-Jährige am heutigen Vormittag nicht auf dem Trainingsplatz erschien und die Einheit von seinem Assistenten Andre Mijatović leiten ließ, so bleibt er doch weiter in der sportlichen Verantwortung bei den Niedersachsen.
Eine offizielle Verlautbarung vom Verein gibt es nicht. Sky hat aber erfahren, dass Leitl in jedem Fall nächste Woche gegen Bielefeld auf der Bank sitzen wird. Einzige Einschränkung des Vertrauens: Hannover darf nicht absteigen. Je länger sich die Niedersachsen also in Abstiegsgefahr befinden, desto unsicherer ist Leitls Job.
Spieler kämpfen für den Trainer
Auch wenn es auf dem Platz nicht unbedingt zu sehen war, machen sich – ähnlich wie Sportchef Marcus Mann in der vergangenen Woche – auch die Spieler für den Trainer stark. Håvard Nielsen meinte etwa nach dem Spiel: "Er ist ein sehr guter Trainer und Mensch, fühlt in uns rein, was jeder braucht. Man muss differenzieren, ob die Taktik oder der Plan falsch sind. Das ist überhaupt nicht der Fall. Es liegt an der Umsetzung. Dass wir individuelle Fehler machen, dafür kann das Trainerteam nichts." Dass der Norweger eine hohe Meinung von Leitl hat, zeigte sich auch in der weiteren Aussage: "Ich bin ein großer Fan von ihm, hoffe und werde alles dafür tun, ihm in den nächsten Spielen mehr zurückgeben zu können."