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Hannover 96 vor Spitzenspiel: "Wir kommen mit Selbstvertrauen"

© IMAGO / Zink

Am Böllenfalltor misst sich Hannover 96 mit dem Spitzenreiter, dem Darmstadt 98 (Freitag, 18:30 Uhr). Dort will Cheftrainer Stefan Leitl wieder Punkte einfahren – und seit drei Spielen sind die Niedersachsen erfolgreich ohne Gegentor. Die Englische Woche zum Endspurt des Jahres soll dann auch Hannovers Position festigen.

"Wollen punkten, am besten dreifach"

Die ersten drei Spiele von Hannover 96 unter Stefan Leitl waren noch nicht so, wie es sich der Fußballlehrer vorgestellt hatte. Vor fünf Wochen folgte dann eine kleine Delle – und trotzdem stehen die Niedersachsen nun mit 24 Punkten nach 14 Spielen dort, wo Leitl seine Mannschaft gerne hätte. "Ich glaube, mittlerweile sind wir in einem tabellarischen Bereich, wo es okay ist für uns", bekräftigt der 45-Jährige, dass die Entwicklung bei den Roten vorangeht. Gleichwohl weiß er: "Wir haben viele unnötige Gegentore bekommen, deshalb sage ich schon, dass der eine oder andere Punkt mehr möglich gewesen wäre."

Zuletzt gab es diese unnötigen Gegentore aber nicht mehr. Dreimal in Folge beendete Hannover die Partien zu Null – gegen Bielefeld (2:0), Nürnberg (0:0) und Karlsruhe (1:0). Nun steht in Darmstadt ein echtes Spitzenspiel an. "Wir denken in dieser Englischen Woche von Spiel zu Spiel. Der Fokus liegt auf dem Darmstadtspiel und wir wollen punkten – am besten dreifach", lässt sich Leitl dahingehend nicht beeindrucken. Bis zur Winterpause will sich Hannover in eine gute Ausgangslage bringen. Bei den Lilien wird das nicht einfach: "Die Darmstädter sind eine sehr gewachsene, reife, Mannschaft, die viel Erfahrung mitbringt. Sie sind eingespielt und sehr schwer zu schlagen. Besonders in Darmstadt ist es immer schwer zu spielen."

Keine personellen Sorgen für Leitl

Personell muss Leitl keine Kompromisse eingehen, trotzdem kündigte der Trainer "harte Entscheidungen" an. "Diese wird es vor dem Spiel gegen Darmstadt, aber auch vor Düsseldorf oder Kiel geben. Wichtig ist, dass wir den Teamgedanken vorleben und dass jeder seine Rolle innerhalb der Mannschaft erfüllt", legt sich der Fußballlehrer fest. Und auch tabellarisch können die Roten etwas bewirken, sollten sie in Darmstadt siegreich sein – dann würde der Rückstand auf die Lilien bis auf zwei Punkte schrumpfen.

"Der 5-Punkte-Abstand sieht sehr viel aus, aber wenn ich es einfach halte, haben sie zwei Tore mehr geschossen und zwei Tore weniger bekommen", zeigt sich Leitl kämpferisch. Vor Flutlichkulisse wird sich seine Mannschaft keine Blöße geben, um das Maximum aus der Partie zu holen. "Ich mag Abendspiele tatsächlich. Natürlich ist es für unsere Zuschauer unter der Woche schwierig, diese Strapazen auf sich zu nehmen, trotzdem kann man durch ein Spiel am Freitagabend in der Tabelle vorlegen", bewertet Leitl die Situation. Nachlegen könnten die Darmstädter in diesem Fall dann natürlich nicht.