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Hannover 96 will Wende erzwingen: "Müssen gestärkt daraus hervorgehen"

© IMAGO / Revierfoto

Hannover 96 will die negative Serie von acht Spielen ohne Sieg in der Englischen Woche gegen Regensburg beenden. Offensiv fordert Cheftrainer Kenan Kocak daher noch größere Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten, um sich das ersehnte Erfolgserlebnis zu holen. Verdient habe es sich seine Mannschaft, so der Coach.

13 Tore für vier Punkte

"Ich hoffe nur, dass sie sich diesmal belohnt für ihren Aufwand, und dass wir in der gegnerischen Box noch kaltschnäuziger sind", wünscht sich der niedersächsische Fußballlehrer für seine Mannschaft, damit diese ihren negativen Lauf aus dem Kopf bekommt. Doch ist es wirklich die Offensive, an der es zuletzt in Hannover scheiterte? Blickt man auf die acht sieglosen Partien zurück, so fällt auf, dass die Roten satte 13 Tore in den zurückliegenden Begegnungen schoss – doch das reichte gerade einmal für vier Punkte. Auf der anderen Seite stehen 18 Gegentreffer, das Hauptaugenmerk der Hannoveraner sollte daher auch auf der Defensive liegen.

Was Kocak mit seiner Ansage zur Kaltschnäuzigkeit wohl eher meint, als die reine Anzahl der Tore, ist der Zeitpunkt der Tore. Zuletzt lieferte die Mannschaft eine ansehnliche Leistung auf dem Rasen ab, doch aus den ersten Chancen fallen zu wenige Treffer. Stattdessen rennt Hannover – wie gegen Hamburg oder Bochum – einem zwei- oder dreifachen Rückstand hinterher. Gegen Würzburg, Aue oder Fürth verspielte man dagegen Führungen. "Es ist natürlich keine schöne Phase", betonte Kocak, dass ihm die aktuelle Situation ebenso wenig Freude bereitet. "Auch wenn es im Moment wehtut, müssen wir gestärkt daraus hervorgehen, die Lehren aus diesen negativen Ergebnissen ziehen und uns schnellstmöglich die Erfolgserlebnisse holen."

"Sind auch nur Menschen"

Daher will Hannover die Serie am Mittwochabend (20:30 Uhr) gegen Regensburg brechen. Der Gast reist mit personellen Sorgen an. "Ich bin mir sicher, dass sie eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz schicken werden. Jedes Spiel wird hart umkämpft sein – das morgen auch", stellte sich Kocak darauf ein, dass das Personal am Ende keine entscheidende Rolle spielen wird. Für den Übungsleiter zählt der Einsatzwille und die Bereitschaft – und das zeite 96 zuletzt: "Die Jungs sind natürlich niedergeschlagen. Sie haben sich zum wiederholten Male für ihren Aufwand nicht belohnt. Aber sie kommen immer wieder."

Ob das reichen auch reichen wird, um Kocaks Job an der Seitenlinie zu sichern? "Wir im Trainerteam haben immer mit bestem Gewissen gearbeitet und versucht, die Jungs bestens einzustellen", bekräftigte der Cheftrainer, dass die Negativserie aus keiner Absicht heraus geschieht. Aber Kocak räumte auch ein, dass "wir auch nicht alles richtig machen. Wir sind auch nur Menschen". Die Antwort kann daher nur die Mannschaft auf dem Platz geben.