Hannover bleibt in Lauerstellung: "Natürlich sehr zufrieden"

Nach der Last-Minute-Pleite der Vorwoche hat sich Hannover 96 mit einem furiosen 5:2-Sieg in Nürnberg zurückgemeldet. Die Mannschaft erfüllte den vorgegebenen Matchplan trotz "sehr schwieriger Vorzeichen", wie Cheftrainer Kenan Kocak nach dem Spiel erleichtert feststellte. Für Innenverteidiger Timo Hübers wird es derweil wohl ein Lieblingsduell.

"Scheint mir zu liegen"

Es lief die 18. Spielminute, als ein Eckball von Dominik Kaiser auf dem Kopf von Timo Hübers landete und der Innenverteidiger zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere ins Tor einnickte - geschehen beim Auswärtsspiel in Nürnberg, allerdings schon vor knapp einem Jahr. Am vergangenen Sonntag war Hübers dann erneut zur Stelle. "Natürlich habe ich bei meinem Tor an das letzte Tor in Nürnberg gedacht", erinnerte sich der 24-Jährige jetzt nach seinem zweiten Profi-Tor. Die Nürnberger entwickeln sich zum Lieblingsgegner des Abwehrspielers: "Ich habe auch schon aus Spaß gefragt, ob wir nicht jedes Auswärtsspiel in Nürnberg spielen können. Das scheint mir ganz gut zu liegen hier."

Neben Hübers trugen sich vier weitere Torschützen der Hannoveraner in die Liste der treffsicheren Akteure ein, sodass die Roten am Ende des Tages einen eindrucksvollen 5:2-Sieg davontrugen. Für Cheftrainer Kenan Kocak war der Auftritt im Schneegestöber des Frankenlandes keine Selbstverständlichkeit: "Die Vorzeichen waren für uns vor dem Spiel sehr schwierig." Immer wieder rumorten zuletzt Gerüchte um potentielle Neuzugänge, auch mögliche Abgänge machten Hannovers Umfeld unruhig. Hannover antwortete sportlich: "Von der ersten Sekunde an waren wir präsent, haben uns geschickt aus den Situationen gelöst."

96 wackelt, aber stürzt nicht

Mit einem Doppelschlag in der 20. und 24. Spielminute führten sich die Niedersachsen selbst auf die Siegerstraße. Trotzdem war das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt noch wackelig, wie der Anschlusstreffer zeigte. "Ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis. Der Gegner kam da nochmal, da müssen wir mehr Zugriff finden", wies Kocak seine Mannschaft an, sich zu keinem Zeitpunkt im Spiel zurücklehnen zu dürfen. In der Vorwoche setzte es eine Last-Minute-Pleite, nachdem Hannover selbst einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte.

Ein ähnliches Comeback der Nürnberger ließen die Hannoveraner dann aber nicht mehr zu. Mit dem dritten Treffer hatten die Niedersachsen die richtige Antwort auf das Aufbäumen parat, sodass weitere Treffer folgten. "Mit dem Ergebnis und dem Spiel sind wir natürlich sehr zufrieden", zeigte Kocak seine Erleichterung nach der Partie. Mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen begeben sich die Niedersachsen zum Abschluss der Hinrunde in Lauerstellung auf die Spitzenplätze, nur sechs Punkte fehlen zum Aufstiegs-Relegationsplatz. Eine Ausgangslage, die in Hannover schon einmal schlechter war.

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