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Hannover zittert kurz und bleibt stabil: "Auch Psychologie gefragt"

© IMAGO / Joachim Sielski

Nach einem 3:1-Sieg gegen Regensburg ist der Negativlauf in Hannover beendet. Einem frühen Treffer von Genki Haraguchi folgte die Effektivität des Sturmduos – und trotzdem mussten die Niedersachsen zwischenzeitlich wieder zittern. Dieses Mal gaben die Roten aber keinen Punkt mehr her.

"Kriegen zu Recht das 2:1"

Rund 30 Sekunden waren gespielt, da lag der Ball zum ersten Mal im Regensburger Netz. Genki Haraguchi erzielte seinen neunten Saisontreffer, der die Hannoveraner früh auf einen sicheren Kurs brachte – obendrauf folgte nämlich der zweite Treffer des Tages durch Hendrik Weydandt, dessen Formkurve ebenfalls nach oben geht. Zwei Tore nach 15 Minuten? Das klang nach acht sieglosen Spielen für Hannover wieder ordentlich. "Grundsätzlich fühlt sich der Sieg sehr gut an. Es war wichtig, nach so langer Zeit endlich mal wieder einen Dreier einzufahren", zeigte sich jedenfalls der zweite Torschütze erleichtert.

Doch Hannover wackelte, wie so oft in dieser Saison. "Nach der Halbzeit haben wir dann leider wieder einen Bruch und ein fahriges Spiel – wir kriegen zu Recht das 2:1, weil wir nicht kompakt genug stehen", sah Weydandt den Treffer von SSV-Pendant Andreas Albers mitte der zweiten Hälfte. Weydandt wusste: "Das hat uns in den letzten Wochen immer wieder Punkte gekostet." Am Mittwochabend ging es für Hannover gut aus, weil Marvin Ducksch in der Schlussphase nachlegte. Für Cheftrainer Kenan Kocak war zu diesem Zeitpunkt aber schon "auch Psychologie gefragt". "Wir haben dann aber weiter leidenschaftlich verteidigt und auch das 3:1 erzielt", lobte der Coach seine Mannschaft für ihr Durchhaltevermögen.

Ducksch lobt, Weydandt mahnt

"Nichtsdestotrotz hat man heute auch Schwächen von uns gesehen, an denen wir absolut arbeiten müssen", legte Weydandt derweil den Finger in die Wunde, denn für Hannover geht es in diesem Saison-Endspurt nur noch um eine bestmögliche Platzierung. Mit 39 Punkten nach 29 Spielen haben die Roten weder mit den oberen, noch den unteren Plätzen zu tun. Am mangelnden Teamgeist soll es in Hannover nicht liegen, dass es nicht für die ausgesprochenen Ambitionen reichte. "Wenn ich sehe, wie die Jungs heute wieder alles gegeben haben und das, was in den letzten Spielen gut war, mitgenommen haben, macht mich das stolz und richtig glücklich", versicherte Ducksch, dass bei den Niedersachsen alles intakt war. Ein Sieg gegen Regensburg machte dieses Gefühl jedenfalls einfacher.