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Hannover zu Gast in Würzburg: "Müssen das Spiel gewinnen"

© imago images / Joachim Sielski

Nach dem fulminanten 3:3 am Wochenende gegen den Hamburger SV steht für Hannover 96 am Donnerstag (18.30 Uhr) bereits das Nachholspiel gegen die Würzburger Kickers an. Warum das Hinspiel einer der schlimmsten Tage für Trainer Kenan Kocak war und wieso er vor dem Tabellenletzten warnt.

Trainerwechsel in Würzburg

An das Hinspiel erinnert sich Kenan Kocak noch sehr genau – leider aus Sicht des 96-Trainers: "Es war einer der schlimmsten Tage als Trainer", sagte der 40-Jährige auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Denn Kocak hatte im November einen Hexenschuss, verfolgte die 1:2-Pleite seines Teams vom Hotelzimmer aus und musste tatenlos zusehen. Es war ein extrem schwacher Auftritt seiner Mannschaft. Weshalb diese nun für das Nachholspiel "eine Rechnung offen" habe. Seine Spieler seien gut beraten, "mit der richtigen Einstellung und Seriosität in die Partie zu gehen und nicht zu denken, dass es schon irgendwie geht oder der Gegner angeschlagen ist". Die Aufgabe ist klar: "Wir müssen das Spiel gewinnen und dementsprechend müssen wir auftreten."

Doch abgesehen vom Wissen um das Potential der Würzburger gibt es nicht viel, worauf Kocak seine Mannschaft gezielt vorbereiten kann. Denn die Kickers hatten vor fünf Tagen Trainer Bernhard Trares entlassen. Ralf Santelli, Cheftrainer im Nachwuchsleitungszentrum, und Sebastian Schuppan, Vorstand Sport, hatten übernommen. Auf welches Personal das neue Verantwortlichen-Duo zurückgreift und mit welcher Formation und Taktik die Bayern spielen – ungewiss. Deshalb gelte es, dass wir "unsere Einstellung finden", fordert Kocak deshalb.

"Dürfen uns nicht blenden lassen"

Und nicht nur die Ungewissheit und die Erkenntnisse aus dem Hinspiel verbieten aus seiner Sicht von einem Selbstläufer gegen den Tabellenletzten zu reden: "Wir sollten nicht vergessen, dass diese Mannschaft in den letzten Wochen den HSV und Fortuna Düsseldorf geschlagen hat – um nur zwei Mannschaften zu nennen. Das sollte jedem bewusst sein. Wir dürfen uns in keinster Weise von der Tabellenkonstellation blenden lassen."

Zwei Partien haben die Niedersachsen weniger absolviert als der Großteil der Konkurrenz. Mit zwei Siegen in den Nachholpartien würde der Abstand zum dritten Rang auf acht Punkte reduziert werden. Ein kleiner Funken Hoffnung, noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, wäre da. Warum es nicht für mehr gereicht hat bisher? "Das Hauptproblem der bisherigen Runde war, dass sich die Mannschaft zu wenig belohnt hat. Sie hätte viel mehr diesen Killerinstinkt haben müssen. Wir waren bisher zu großzügig damit, Geschenke zu verteilen. Da tun mir die Jungs in erster Linie selber leid", erklärte Kocak. Das soll sich gegen Würzburg nicht wiederholen.