Hansa reist ohne Neue ins Camp und spekuliert auf Erstligaspieler
Seit dieser Woche befindet sich der F.C. Hansa Rostock im zweite Block der Wintervorbereitung. Am Donnerstag geht es für Mannschaft und Trainerteam für zehn Tage ins türkische Trainingslager. Auch zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs werden dabei sein. Doch mehr neue Gesichter wird es vorerst nicht im Kogge-Kader geben. Das könnte, muss sich aber nicht im Laufe des geöffneten Transferfensters ändern.
Brzozowski und Krüger mit dabei
Den U19-Talenten Milosz Brzozowski und Joshua Krüger wird die Ehre zuteil, mit den gestandenen Zweitliga-Profis in die Türkei zu reisen, sich dort Cheftrainer Patrick Glöckner zu beweisen. "Mir ist es wichtig, dass wir die jungen Spieler im Auge behalten", wird der 46-Jährige von der "Bild" zitiert.
Externe neue Gesichter wird es im Flieger aber keine geben. Glöckner möchte sich in seiner ersten Vorbereitung mit der Mannschaft erst einmal ein genaues Bild vom Ist-Zustand machen: "Es kommt darauf an, wie sich die Jungs behaupten. Wenn sie das abrufen, was sie in den letzten Spielen und im Training gezeigt haben, bin ich damit einverstanden."
"Wir werden nicht nervös"
Heißt: Baut kein Spieler ab und agiert weit unter seinen Möglichkeiten, sieht die Führungsetage der Norddeutschen keinen Grund, auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Wie der Stand ist, werden Glöckner, Sportchef Martin Pieckenhagen und Kaderplaner Kevin Meinhardt nach der Rückkehr aus dem Camp beratschlagen: "Wir werden nicht nervös, sind zeitlich gut aufgestellt. Möglicherweise gibt es einige Spieler aus der Bundesliga, die sich kurzfristig entscheiden, in die 2. Liga zu wechseln", meinte Glöckner.
Dieser Ansicht pflichtet auch Pieckenhagen bei: "Der Trainer kann sich jetzt in den Einheiten und Testspielen ein Bild machen. Vielleicht vermitteln ihm die Jungs den Eindruck, dass keine Veränderung nötig ist. Nach dem Trainingslager werden wir sehen, ob wir noch tätig werden." Auch Abgänge sind bei der Kogge vorerst keine geplant: "Der Kader hat eine ordentliche Größe. Es geht nicht darum, ihn zu verkleinern und Spieler wegzuschicken, sondern darum, eine optimale Mischung innerhalb der Mannschaft zu finden", so Pieckenhagen.