Hansa unter Druck: "Scheiß egal wie - wir müssen punkten"
Seit sieben Partien wartet der F.C. Hansa Rostock auf einen Sieg, holte in diesem Zeitraum nur einen Punkt und steht als Tabellenvorletzter zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Es wird für die Kogge höchste Zeit, wieder erfolgreich zu sein. Das muss am Samstag (13 Uhr) ausgerechnet beim SC Paderborn und damit der drittbesten Offensive der Liga gelingen.
"Wollen Sand ins Getriebe bringen"
2.100 Hansa-Fans werden am Samstag in Ostwestfalen dabei sein. An Unterstützung mangelt es wie immer nicht. Nun wird es für die Krisen-Mannschaft von der Ostsee Zeit, erstmals seit über zwei Monaten wieder als Sieger vom Platz zu gehen oder zumindest einen Punkt zu sichern. "Wichtig ist, dass man die Stabilität hat und diese konstant beibehält", forderte Trainer Alois Schwartz auf der Pressekonferenz. Dann habe man auch die Möglichkeit, Spiele zu gewinnen. "Das müssen wir. Manchmal ist es scheiß egal wie - wir müssen punkten."
Damit das gelingt, müssten Kleinigkeiten richtig gemacht werden. "Wir wissen, dass Paderborn eine spielstarke Mannschaft ist und wissen, was auf uns zukommt", so der Coach. Deshalb sei es wichtig, "noch akribischer" zu arbeiten. "Wir wollen Sand ins Getriebe bei Paderborn bringen." Ebenfalls elementar sei, die individuellen Fehler wie zuletzt bei der 2:3-Niederlage gegen Holstein Kiel abzustellen. Da hatte die Kogge kurz vor und nach der Pause drei Gegentore kassiert und das Spiel damit hergeschenkt.
Verhoek zurück - Breier auch?
Wieder im Kader stehen könnte John Verhoek, der gegen die Störche wegen einer Gelb-Rot-Sperre zuschauen musste. "Er ist ein wichtiger Spieler. Wir hoffen, dass er mal wieder zündet", so Schwartz über den Angreifer, der seit dem 21. August auf einen Treffer wartet. Auch, wenn Verhoek zurück ist, so könnte Lukas Hinterseer wieder von Beginn an spielen. "Er hat sich reingehauen und hat sein Tor gemacht. Das tut einem Stürmer gut."
Ansonsten ändert sich personell nicht viel. Svante Ingelsson steht "wahrscheinlich nicht zur Verfügung". Auch Nils Körber, Frederic Ananou und Maurice Litka fehlen. Pascal Breier hat noch Trainingsrückstand. "Man muss sehen, ob er in den Kader rutscht", ließ sich Schwartz noch nicht in die Karten schauen.