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Hansas Litka nach Knorpelschaden: OP "wahrscheinlich die letzte Lösung"

IMAGO / Fotostand

Maurice Litka ist seit mittlerweile fast zwei Jahren der große Pechvogel beim F.C. Hansa Rostock. In seiner weit fortgeschrittenen Reha nach Kreuzbandriss erlitt der 26-Jährige einen weiteren Rückschlag und bekam einen Knorpelschaden diagnostiziert. Das Horror-Szenario Karriereende rückt deshalb immer näher. Auch der Profi macht sich keine Illusionen, ist aber gewohnt kämpferisch.

"Waren auf einem guten Weg"

Die Reha in Hamburg war schon weit fortgeschritten. Doch das rechte Knie – bereits drei Mal operiert – bereitete auf einmal wieder große Schmerzen. Eine MRT-Untersuchung förderte die Diagnose Knorpelschaden zutage. "Ich war sehr weit, wir waren auf einem sehr guten Weg. Niemand hat damit gerechnet. Ich habe auf dem Platz alles machen können: Torschüsse, Sprints. Das Einzige, was mir noch gefehlt hat, waren die Zweikämpfe", sagte der Offensivspieler der "Ostsee-Zeitung".

Doch daraus wurde für den gebürtigen Hamburger, der seit seinem Kreuzbandriss im Dezember 2020 ausfällt, nichts. Ein Knie- und Knorpelspezialist in Bayern soll nun Aufschluss darüber geben, wie es für Litka weitergeht, welche Perspektiven noch da sind. Klar ist, dass eine erneute OP vermieden werden soll. "Das Ziel ist, dass wir bald wieder aufbelasten können und ich nicht allzu lange brauche, um auf dem Stand zu sein, den ich vor dem Unfall hatte."

"Definitiv nicht einfach für mich"

Den Knorpelschaden "muss man definitiv nicht schönreden, das haben die Ärzte auch gesagt", weiß der 19-malige Zweitligaspieler (für St. Pauli). Doch die Hoffnung ist noch da, schließlich teilen einige Kicker dieses Schicksal und sind noch aktiv. Doch sollte die geplante konservative Behandlung nicht anschlagen, sei eine erneute OP "wahrscheinlich die letzte Lösung", sagte Litka.

Die Chancen auf eine Fortführung der noch jungen Karriere sind deshalb nicht die größten. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe. Es ist definitiv nicht einfach für mich. Ich habe vorher schon gesagt: Sollte ich noch einen Rückschlag erleiden, muss ich mir darüber Gedanken machen. Aber irgendwie steht man doch immer wieder auf", gibt sich der Linksfuß kämpferisch.