Hansas Scherff zurück nach Kreuzbandriss: "Tierisch gefreut"
Das 0:4 beim SV Darmstadt 98 war ein Abend zum Vergessen für den F.C. Hansa Rostock. Doch ein Spieler hatte dennoch Grund zur Freude: Lukas Scherff. Der 26-jährige Abwehrspieler feierte fast ein Jahr nach einem Kreuzbandriss sein Comeback in der 2. Liga, fühlt sich wieder bereit und fit.
"Die Zeit hat sich jetzt ausgezahlt"
"Ich habe mich tierisch gefreut, wieder spielen zu dürfen", sagte der Defensivspezialist zur "Bild". Er habe "keine Angst", in die Zweikämpfe zu gehen, berichtete der gebürtige Schweriner. "Ich habe auch viel im Kraftraum dafür getan." Eigentlich war die Pflichtspiel-Rückkehr schon für einen früheren Zeitpunkt geplant. Bereits zum Ende der abgelaufenen Saison stand der Linksfuß bereit. "Es hat dann einfach nicht gepasst."
Dann kann die Sommerpause, auf die die Profis grundlegend hinfiebern. Doch Scherff kam so aus dem Trainingsrhythmus. Im Hansa-Camp in der Vorbereitung zog er sich zudem einen Pferdekuss zu, wurde wieder etwas zurückgeworfen. Doch nun ist er zurück: "Die Zeit hat sich jetzt ausgezahlt."
Heiß aufs Derby
Somit kann Trainer Jens Härtel wieder auf eine Option mehr zurückgreifen - und hat vielleicht eine Lösung für die linke Verteidigerposition. Da half zuletzt Dennis Dressel aus, der aber im zentralen Mittelfeld beheimatet ist, dort mehr seine Stärken ausspielen kann als in der Defensive. Die Chance für Scherff: "Ja. Ich könnte da spielen", so der Profi und fügte brav an: "Letztlich bin ich dafür verantwortlich, das im Training zu zeigen - und dann muss der Trainer entscheiden."
Am Sonntag kommt es zum Derby gegen den FC St. Pauli, ein besonderes Spiel für Scherff, der abgesehen von sechs Monaten Unterbrechung seit 2010 bei der Kogge spielt: "Die Rivalität kenne ich ja seit der Jugend, brenne auf das Spiel, bin doppelt heiß."