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Hecking lobt den FCN: "Bisher einen hervorragenden Job gemacht"

© IMAGO / Zink

Durch zuletzt vier Siege in Folge ist der 1. FC Nürnberg wieder an die Aufstiegsränge herangerückt, liegt nur noch drei Punkte hinter dem zweiten Platz. In einem Interview mit der "Bild" äußerte sich Sportvorstand Dieter Hecking nun zum Thema Aufstieg und welche Rolle Trainer Robert Klauß beim jüngsten Aufschwung des Teams spielte.

Lob für Trainer Klauß

Anfang Februar musste der Klub zu Hause gegen den FC Ingolstadt (0:5) und beim Karlsruher SC (1:4) zwei heftige Pleiten hinnehmen, "die wir natürlich in dieser deutlichen Form nicht einkalkuliert hatten", sagte Hecking. Damals schien der Aufstiegzug schon ohne die Franken abgefahren zu sein. "Ich bin aber kein Fan von hektischen Reaktionen, sondern versuche, eine Entwicklung rational für mich einzuordnen. Umso mehr freue ich mich dann über eine Leistung wie gegen Hannover, die von der ersten bis zur letzten Minute rund war." Denn dort holte der FCN am Wochenende mit einem 3:0 den vierten Sieg in Folge, nachdem zuvor schon der Hamburger SV mit 2:1 geschlagen worden war.

Der Siegesserie war eine System- und Personaländerung von Trainer Klauß vorausgegangen. Bereits im vergangenen Frühjahr hatte der heute 37-Jährige mit diesen Maßnahmen auf eine Formdelle des Teams reagiert – und Erfolg gehabt. "Genau das zeichnet unseren Trainer aus, dass er sich viele Gedanken macht und nicht starr an einem taktischen System festhält, wenn etwas nicht so gut läuft", lobte Hecking. Für Ihn sei es "auch eine Form der Weiterentwicklung, dass wir die Gegner jetzt mit zwei, drei unterschiedlichen Systemen bespielen können".

Umgang mit Druck wird entscheidend

Sieben Teams können noch vom Aufstieg träumen, der FCN ist eines davon. "Mannschaft und Trainerteam haben bislang einen hervorragenden Job gemacht. Das gilt es jetzt zu bestätigen. Ich glaube, am Wochenende hat man gesehen, dass beim Einbiegen auf die Saisonzielgerade der Druck wächst. Wer mit diesem Druck am besten zurechtkommt, wird am Ende am meisten erreichen." Und das könnte letztlich auch der "Glubb" sein.

Doch so weit ist Hecking zumindest offiziell noch nicht in seinen Gedankenspielen. "Wenn wir den 30. Spieltag hinter uns haben, und die Konstellation ähnlich wie jetzt ist, können wir uns gern über alles Mögliche unterhalten. Wir sollten nur jetzt nicht zu viel im Hätte-, Wenn- und Aber-Modus sprechen, sondern nur an Dresden denken." Dass noch nicht klar ist, in welcher Liga der Verein in der kommenden Saison spielen wird und die Wechselperiode bald startet, sei indes kein Problem für die Kaderplanung. Egal, was passiere, "wir werden eine Antwort darauf haben".