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Heidenheim kombiniert sich zum Heimerfolg gegen Sandhausen

Weil´s so schön war gleich noch einmal. Das dachte sich wohl der 1. FC Heidenheim, der nach dem 3:0-Erfolg beim FC Sankt Pauli, mit dem gleichen Ergebnis nun auch den SV Sandhausen bezwang. Dabei bewiesen die Spieler von Frank Schmidt, dass sie umgehend nach Anpfiff bereits voll da sind. Nach sechs Minuten erzielte Marc Schnatterer die Führung. Drei Minuten nach der Halbzeit erhöhte Robert Leipertz auf 2:0. Und den Endstand besorgte Florian Niederlechner Mitte des zweiten Spielabschnitts.

Kombinationsspiel par excellence

Es muss einem seltsam vorkommen, wenn Spieler aus der Gewinnermannschaft nach einem deutlichen Sieg nicht vollends zufrieden mit der eigenen Leistung sind. So hörte man es auch aus den Katakomben des FCH. Trotz des souveränen Erfolgs waren viele der Meinung, dass besonders bei eigenem Ballbesitz noch Luft nach oben sei. Schaut man sich dann das erste Tor des Tages an, so kann man dies überhaupt nicht nachvollziehen. Kraus leitete mit seinem Pass den wohl schönsten Spielzug der Saison ein. Dann ging es auf der rechten Seite mit immer nur einem Kontakt weiter. Leipertz spielte einen Doppelpass mit Smail Morabit. Dann gelang der Ball zu Niederlechner, der ebenfalls den Doppelpass mit Morabit suchte und dadurch in den Strafraum gelang. Etwas glücklich kam der Ball dann doch zu Schnatterer, der vor dem Tor die Ruhe behielt und den überaus sehenswert herausgespielten Angriff, mit seinem siebten Saisontreffer vollendete. Danach schwärmten aber einige Spieler etwas zu lange, denn wie bereits gesagt folgte nun die schwächste Phase des FCH im Spiel. „Wir waren nach dem Tor einfach zu passiv und haben dem Gegner quasi das Mittelfeld überlassen. Da wünsche ich mir, dass wir mehr Kontrolle über das Spiel haben“, kritisierte Schmidt die Phase nach dem Führungstreffer.

Sandhausen rennt hinterher

Der zweite Treffer war beinahe genau so schön herausgespielt wie das erste Tor. Die Hausherren eroberten im Mittelfeld den Ball. Schnatterer behielt die Übersicht und schickte mit einer herrlichen Seitenverlagerung Robert Strauß auf die Reise. Die Sandhäuser Defensive war ungeordnet und lief dem Ball nur hinterher. So flankte Strauß präzise auf den Kopf von Niederlechner, der am zweiten Pfosten den Ball zurück in die Mitte brachte, von wo aus Leipertz dann keine Mühe mehr hatte den Ball, ebenfalls per Kopf, zum 2:0 in die Maschen zu köpfen. Beim dritten Treffer blitzte dann wieder die alte Stärke des FCH auf. Sie pressten früh und zwangen den SVS somit zu Fehlern. Am Ende eroberte Leipertz den Ball, der Niederlechner bediente. Dieser ließ einen Verteidiger aussteigen und vollendete trocken, mit seinem etwas schwächeren linken Fuß, zum 3:0 Endstand.

Hinten steht die Null

Bei all den lobenden Worten für die Offensivabteilung darf die Defensive keineswegs vernachlässigt werden. Auch in der Phase, als es nicht so rund lief, hob Schmidt die Defensivleistung hervor. „Positiv war, dass wir dann zumindest in der Defensive gut und mit letzter Konsequenz verteidigt haben“, so Schmidt. Viele Chancen konnte man auf Seiten der Gäste auch nicht verzeichnen. In der ersten Halbzeit wurde Jan Zimmermann gar nicht geprüft. Nur einmal musste er ernsthaft eingreifen, als der eingewechselte Nicky Adler frei vor seinem Tor auftauchte. Am Ende blieb Zimmermann der Sieger und rettete somit das zweite zu Null Spiel in Folge. Bei der letzten Aktion der Gäste hätte aber auch Zimmermann nicht eingreifen können. Stefan Kulovits probierte es aus der Distanz. Sein sehenswerter Versuch landete aber nur auf dem Tornetz. „Am Ende hatte der Gegner auf die ein oder andere Chance, aber am letztendlich haben wir nicht so viel klare Chancen zugelassen, so dass schlussendlich der Sieg auch in Ordnung geht“, lautete das Fazit von Schmidt zum Spiel. Bereits nächsten Freitag geht es für die Heidenheimer zur SpVgg Greuther Fürth, bevor letztendlich das mit großer Spannung erwartete Ostalb-Derby vor der Tür steht.

FOTO: Uwe Schmidt