Heidenheim: Überzeugende Leistung sorgt für ersten Auswärtssieg

Am Ende stand ein 0:4 auf der Anzeigetafel im Stadion am Bornheimer Hang. Die Gäste aus Heidenheim konnten mit diesem deutlichen Endergebnis den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Norman Theuerkauf, Sebastian Griesbeck, Smail Morabit und ein Eigentor von Ehsan Haji Safi sorgten für den überraschend hohen Auswärtssieg des 1. FCH. Als ob der schwache Auftritt und die deutliche Niederlage nicht schon schlimm genug gewesen wären, sah Joan Oumari nach einer Tätlichkeit die rote Karte.

Besinnung auf alte Stärken

Mit einer sehr defensiv orientierten Ausrichtung und fast ausschließlich auf Konter ausgelegten Taktik traten die Heidenheimer in Frankfurt auf. Die Hausherren waren von der abwartenden Haltung der Gäste wohl so sehr überrascht, dass diese ihnen den Gefallen taten und förmlich in das offene Messer liefen. Andreas Voglsammer machte im Mittelfeld den Ball fest und schickte mit einem Steilpass Ben Halloran. Dieser marschierte und behielt die Übersicht im gegnerischen Strafraum. Seinen klugen Querpass netzte Theuerkauf eiskalt zum frühen Tor ein. Der Gastgeber zeigte umgehend eine Reaktion und hatte Pech, als Arne Feick einen Schuss von Felipe Pires gerade noch von der Linie kratzen konnte. Doch das war es dann mit dem Offensivspiel der Frankfurter. In der Folge scheiterten sie immer wieder an der gut organisierten Defensive des FCH und Defensiv offenbarten sie einige Schwächen. Praktisch im Alleingang machte Robert Leipertz die ganze FSV-Defensive nass. Aus spitzem Winkel lupfte er den Ball über Andre Weis und unter freundlicher Mithilfe von Haji Safi klingelte es bereits zum zweiten Mal im Gehäuse des FSV. „Wir haben den Ball gut laufen gelassen und die Räume genutzt, die uns der Gegner geboten hat“, freute sich Frank Schmidt über den überzeugenden Auftritt seines Teams. Ben Halloran hatte dann den dritten Treffer auf den Fuß, aber sein Schuss verfehlte knapp das Tor. Doch noch vor der Halbzeit sollte eine Vorentscheidung fallen. Marc Schnatterer brachte einen Freistoß an die Strafraumkante. Dort verlängerte Voglsammer sehr stark mit der Hacke und Griesbeck traf aus der Drehung trocken zur drei Tore Führung.

Heidenheim routiniert, Frankfurt undiszipliniert

„Schade, dass unsere Fans die erste Halbzeit nicht gesehen haben, aber zumindest ein Tor durften sie noch bejubeln.“ Auch Schmidt war der erschreckend leere Gästeblock aufgefallen, denn fast die komplette Anhängerschaft des FCH stand im Stau und kam erst zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ins Stadion. Auf dem Rasen derweil nichts Neues. Die Gäste spielten ganz ruhig und abgeklärt weiter. Nach über einer Stunde fiel dann auch das vierte Tor. Leipertz erkämpfte sich im Strafraum den Ball und hatte den Blick für den am langen Pfosten lauernden Morabit, der erst vor 30 Sekunden für Schnatterer in die Partie kam und zugleich mit seinem ersten Ballkontakt den Endstand herstellte. Kurz darauf dann der absolute Tiefpunkt der Frankfurter. Leipertz wollte den Ball zu einem Einwurf aufnehmen, als Oumari vor lauter Frust den Ball wohl wegschlagen wollte und dabei nur Leipertz traf. Die Heidenheimer schalteten zwei Gänge zurück und verwalteten die Führung sehr geschickt. Die Frankfurter dagegen konnten den Schaden in Grenzen halten und konnten dieses Spiel in die Kategorie „gebrauchter Tag“ einordnen. In gut zwei Wochen können die Frankfurter beim Gastspiel in Nürnberg Wiedergutmachung betrieben. Die Heidenheimer haben dann den Aufsteiger aus Duisburg zu Gast.

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