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Heidenheim unterstreicht seine Heimstärke gegen Union

Unter dem Motto „DFB-Pokalspiel reloaded“ stand die Heimpartie des 1. FC Heidenheim gegen Union Berlin. In der ersten Hauptrunde behielten die Heidenheimer mit 2:1 die Überhand und zogen in die nächste Runde ein. Und auch das Ligaspiel endete zu Gunsten des Teams von der Ostalb. Mit 3:1 (0:0) beförderte der 1. FCH die Unioner noch weiter in die Krise. Nach der Halbzeit sorgten Marc Schnatterer und Florian Niederlechner für klare Verhältnisse, ehe Benjamin Köhler per Foulelfmeter den Anschlusstreffer erzielen konnte. Schnatterer selbst vergab vor dem Ende einen Strafstoß. Doch der eingewechselte Alper Bagceci setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt einer ereignisreichen zweiten Hälfte.

Kompakt in der Defensive

Besonders in der ersten Hälfte überzeugten die Heidenheimer mit einer kompakten Defensive. Man agierte in einem 4-3-3 und lauerte im eigenen Stadion auf Konter. Die Berliner hatten zwar viel Ballbesitz, aber wussten nicht viel damit anzufangen. „Die großen Chancen hatte Union Berlin nicht, wir aber auch nicht“, so Schmidt. Einzig Martin Kobylanski kam aus 15 Metern aussichtsreich zum Abschluss, zielte jedoch knapp vorbei (15.). Bis zur Halbzeit ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen. In der zweiten Halbzeit wurde mehr für das Offensivspiel getan, aber auch dann überzeugte die Hintermannschaft und stellte die Eisernen vor große Probleme. Christopher Quiring konnte sich dann einmal im Strafraum durchsetzen, aber scheiterte dann an der Latte (53.). Bis zum Anschlusstreffer war das die letzte nennenswerte Offensivaktion der Eisernen. Als dann in der Schlussphase die Brechstange ausgepackt wurde kamen Sebastian Polter und Damir Kreilach zu guten Kopfballmöglichkeiten (90.). Spielerisch hatten die Unioner keine Mittel, um den Abwehrriegel der Hausherren zu knacken.

Variabel im System dank verschiedener Spielertypen

Um gegen Union Berlin ein zweites Mal erfolgreich zu sein begann Cheftrainer Frank Schmidt in einem 4-3-3. Er setzte auf drei gelernte, zentrale Mittelfeldspieler. Über die Außen agierten Schnatterer und Smail Morabit. Im Sturmzentrum sollte Niederlechner für Betrieb sorgen. In Halbzeit eins lag die Priorität auf der Defensive, weshalb offensiv kaum ein Spieler sich in den Vordergrund spielte. Nur Niederlechner kam gefährlich zum Abschluss, aber Polter klärte liegend noch vor der Linie (30.). Nach der Pause wurde taktisch umgestellt. „Wir brauchten mehr Entlastung und wollten das Risiko etwas mehr erhöhen“, erklärte Schmidt seine Maßnahme zur Pause. Man kehrte zum gewohnten 4-4-2 zurück. Julius Reinhardt kam nun über die rechte Seite und Schnatterer über links. Morabit und Niederlechner bildeten die Doppelspitze. Mit Bagceci kam zum Ende des Spiels ein flinker Außenspieler. Morabit verließ den Platz und Schnatterer rückte vor neben Niederlechner, ließ sich aber meist etwas hängen, um nicht ganz in vorderster Front agieren zu müssen. Die Maßnahme sollte sich bezahlt machen, da Bagceci nicht nur einen Elfmeter rausholte, den dann Schnatterer am Tor vorbei schoss, sondern allgemein von den Berlinern nur schwer zu stoppen war. In der Nachspielzeit belohnte sich der agile Bagceci und traf, im Abseits stehend, nach Vorlage von Schnatterer zum 3:1.

Schnatterer drückt dem Spiel seinen Stempel auf

Doch nicht nur durch den verschossenen Elfmeter und die Vorlage zum 3:1 gehörte Schnatterer zu den auffälligsten Akteuren. Er erzielte auch nach Vorarbeit von Philip Heise das 1:0 (57.). Aber auch das war für Schnatterer nicht genug. Mit einem Freistoß zum völlig freistehenden Niederlechner bereitete er auch noch das 2:0 vor und war somit an allen Toren direkt beteiligt. Schmidt zeigte sich nach dem Spiel mit der Momentaufnahme zufrieden. „Union hat in Bochum unentschieden gespielt und beim KSC. Sie haben die Qualität, um eine ganz andere Rolle in der Liga zu spielen. Wir können zufrieden sein, dass wir sie nun zweimal besiegen konnten.“ Auch die nächste Aufgabe wird für die Heidenheimer nicht einfach. Nächsten Sonntag ist man zu Gast bei Fortuna Düsseldorf.

FOTO:  FU Sportfotografie