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Henk Veerman: Wie kann St. Pauli den Torjäger halten?

© imago images / Sven Simon

Henk Veerman ballert sich beim FC St. Pauli in die Notizbücher höherklassiger Klubs. Der Niederländer kehrte erst im letzten November nach einem Kreuzbandriss zurück, avancierte seitdem aber schon zum Top-Torschützen am Kiez. Nun stellt sich die Frage, wie es zwischen den Parteien weitergeht.

"Mannschaft beisammen halten"

Als St. Paulis Henk Veerman in der 86. Minute beim 2:2-Unentschieden gegen den Karlsruher SC erstmals in dieser Saison eingewechselt wurde, konnte er zum Endergebnis nicht mehr vieles hinzufügen – stattdessen beendete der Niederländer aber eine lange Leidenszeit, ein Kreuzbandriss drohte die Karriere des Zwei-Meter-Stürmers zu knicken. Doch Veerman kam fulminant zurück und schoss sich mit sieben Saisontreffern seit November an die Spitze der internen Torjägerliste.

"Wir sind froh, dass Henk nach seiner schweren Verletzung so gut funktioniert", zeigt sich Sportchef Andreas Bornemann gegenüber der "Bild" glücklich, dass der 29-Jährige wieder für den FCSP kicken kann. Kaum verwunderlich also, dass Veerman mit seiner Quote interessant für andere Klubs wird. Bornemann will den Stürmer aber nicht abgeben: "Wir beschäftigen uns ständig mit der Zukunft und sind bestrebt, die Mannschaft im Kern beisammen zu halten. Da gehört Henk auch zu."

Engpass in der Sturmspitze droht

Im letzten Winter ließen die Hamburger ausgerechnet Top-Vorlagengeber Mats Möller Daehli für drei Millionen Euro nach Genk ziehen. Weil Veerman am Kiez noch einen Vertrag bis 2021 hat, wäre der nächste Sommer möglicherweise schon die letzte Chance, eine größere Ablösesumme mit dem 29-Jährigen zu generieren. Oder aber, Veerman bleibt darüber hinaus und schießt weiter seine Tore für den FCSP: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Chance und Möglichkeit bestehen, dass er länger bei St. Pauli bleibt."

Diese Variante strebt Bornemann an. "Um Vereins-Ambitionen zu unterstreichen, gilt es auch mal ‚Nein‘ zu Verkäufen zu sagen", erklärt der Sportchef, der sich für einen Verbleib von Veerman stark macht: "Wir wissen, welchen Stellenwert Henk hat und weiterhin haben wird. Auch über die Saison hinaus."

Sollte der Kiezklub den Niederländer dennoch verkaufen, würde das möglicherweise einen Engpass in der Sturmspitze erzeugen. Borys Tashchy besitzt noch einen Vertrag für die kommenden zwei Jahre, während das Arbeitspapier von Dimitrios Diamantakos ausläuft. Viktor Gyökeres ist nur ausgeliehen. Umso größer ist Veermans Wert für die kommende Saison.