HSV erhält Millionen-Betrag von Kühne und weiteren Geldgebern

Der Hamburger SV muss sein Stadion sanieren. Das steht schon lange fest. Unklar war bisher, wie der Verein an das nötige Geld kommt. Seit Mittwoch gibt es einen Plan: Investor Klaus-Michael Kühne und weitere Geldgeber unterstützen den HSV finanziell. Laut Infos des "NDR" sei das Darlehen von Hauptsponsor HanseMerkur über 23 Millionen Euro vom Tisch. 

Summe wurde nicht genannt

Wie der Verein am Mittwoch verkündete, wird aus dem Kreis um den Logistik-Milliardär und HSV-AG-Gesellschafter Kühne ein "Millionenbetrag in Form eines Darlehens" zur Verfügung gestellt. Über welche Summe sich das geliehene Geld streckt, teilten der Klub nicht mit. Aus eigenen Mitteln kann der HSV zehn Millionen Euro aufbringen. 

Die Kosten für die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten inklusive der Erneuerung der Dachmembran werden allerdings auf über 30 Millionen Euro geschätzt. Bleibt die finanzielle Hilfe der HanseMerkur, für die der HSV bis zuletzt keinen Bürgen gefunden hatte, aus, müssten Kühne und "weitere Kapitalgeber aus Hamburg" um die 20 Millionen Euro beisteuern.

"Möchte dazu beitragen, die Strukturen zu stabilisieren"

"Das sportliche Schicksal kann ich nicht beeinflussen, aber ich möchte mit meiner Kühne Holding dazu beitragen, die Strukturen zu stabilisieren, damit der HSV gestärkt in die Rückrunde starten kann", so Kühne. "Ich freue mich sehr, dass es noch weitere Unterstützer gibt, die zu einer positiven Entwicklung verhelfen, denn nur gemeinsam lässt sich eine Erfolgsgeschichte schreiben."

"Wir freuen uns über diese Unterstützung unseres Gesellschafters und auch über das besondere Vertrauen und den konstruktiven Austausch mit unseren weiteren Darlehensgebern", betonte HSV-Finanzchef Dr. Eric Huwer. Die Modernisierungsarbeiten sollen bis zur Europameisterschaft 2024, 14. Juni bis 14. Juli,  abgeschlossen sein. 

Kein Geld von der Stadt

Nur dann können die fünf von der UEFA geplanten fünf Partien in Hamburg stattfinden. Die Stadt Hamburg selber hatte von einer weiteren Unterstützung des Stadion-Eigners HSV für die Instandhaltung abgesehen. 23,5 Millionen Euro hatte der Zweitligist 2021 von der Stadt für den Verkauf des Stadiongrundstücks erhalten. Dieses Geld floss in das operative Geschäft des Vereins. Der Hamburger Senat war jedoch davon ausgegangen, dass das Geld für die Sanierung genutzt würde.

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