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HSV hadert nach Pleite in Würzburg: "Einfach viel zu wenig von uns"

IMAGO / foto2press

Nach elf Spielen hat es den Hamburger SV mal wieder erwischt. Der Tabellenführer unterlag am Sonntag bei den Würzburger Kickers mit 2:3, zeigte eine enttäuschende Leistung und musste einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen. Wie die Beteiligten die überraschende Niederlage begründeten.

"Wir waren zu statisch"

Plötzlich wurde es doch noch einmal spannend. Nachdem Bobby Wood in der 89. Minute auf 2:3 verkürzt hatte, war der Glaube an das Unentschieden beim Hamburger SV wieder präsent. Am Ende reicht es aber trotzdem nicht mehr zu einem Punkt beim Tabellenletzten Würzburger Kickers. Woods Treffer blieb der einzige in der Schlussphase. Stattdessen hatte Amadou Onana noch die gelb-rote Karte gesehen (90.). "Der Sieg der Würzburger geht in Ordnung, er ist verdient. Wir haben über weite Strecken der Partie nicht zu unserem Spiel gefunden, hatten nicht das nötige Tempo in unseren Aktionen, waren zu statisch und waren nicht klar genug, um uns Torchancen zu erspielen", lautete das Urteil von Trainer Daniel Thioune.

Dabei hatte der HSV zu Beginn der Partie mehr Spielanteile, zog daraus jedoch keinen Profit. Würzburg dagegen nutzte "unsere Ballverluste und Fehler eiskalt" aus, befand Thioune, der die erste Niederlage nach elf Partien hinnehmen musste. Martin Hasek (19.) und Douglas (30.) brachten das Schlusslicht vor der Pause in Führung. Patrick Sontheimer legte kurz nach Wiederanpfiff das 3:0 nach (54.). "Wir waren heute nicht da, wo wir hin wollten, waren in vielen Situationen einfach zu passiv. So auch direkt nach der Pause, als wir wieder mit dem Tor bestraft wurden", meinte HSV-Schlussmann Sven Ulreich, der zum fünften Mal in dieser Spielzeit drei Gegentore in der Liga hinnehmen musste.

Nächstes Spiel gegen St. Pauli

Doch noch war der einstige Bundesliga-Dino nicht geschlagen. In der 72. Minute traf Jeremy Dudziak zum 1:3 und brachte wieder leichte Hoffnung zurück bei den Norddeutschen. "In den letzten 20 Minuten haben wir dann noch einmal alles reingeworfen. Vielleicht hätten wir aber auch etwas früher die Brechstange auspacken, die spielerische Linie verlassen und mehr lange Bälle reinschicken sollen", war auch Angreifer Tim Leibold natürlich nicht zufrieden. "Im Endeffekt war es heute einfach viel zu wenig von uns, einfach ein schlechter Auftritt." Denn auch Wood konnte das Ergebnis mit seinem späten Tor nicht mehr ändern. "Wir müssen jetzt weitermachen und weiter an uns arbeiten, um die nächste Serie zu starten", so Ulreich.

Nach der Pleite sind die Hamburger zwar noch Tabellenführer, kassierten aber einen kräftigen Dämpfer im Aufstiegsrennen. Holstein Kiel könnte mit einem Punktgewinn im Verfolger-Duell gegen Greuther Fürth am Montag wieder am HSV vorbeiziehen und den Patzer ausnutzen. Für die Mannschaft von Daniel Thioune geht es im März mit einem Stadt-Derby beim FC St. Pauli weiter.