HSV: Vagnoman-Transfer nach Stuttgart praktisch perfekt
Die Hängepartie um den Transfer von Junioren-Nationalspieler Josha Vagnoman vom Hamburger SV zum Bundesligisten VfB Stuttgart ist ganz offenkundig zu Ende. Beide Vereine einigten sich Medienberichten zufolge nach wochenlang schwierigen Verhandlungen dem Vernehmen nach auf die Ablösemodalitäten, so dass der Außenverteidiger bereits am Samstag mit Stuttgarts Mannschaft ins Trainingslager reisen kann.
Unterschiedliche Spekulationen über Ablöse
Laut dem TV-Sender Sky und der Bild-Zeitung musste der HSV sich in dem Transferpoker um sein Eigengewächs mit deutlich weniger Ablöse als ursprünglich geplant begnügen. Sky berichtete am Donnerstag über ein Gesamtpaket in Höhe von 4,5 Millionen Euro inklusive 3,7 Millionen Euro Transfersumme. Bild wollte erfahren haben, dass der VfB eine Fixsumme von 4,3 Millionen Euro sowie Bonuszahlungen an die Alster überweist. In beiden Modellen ist angeblich zudem eine Beteiligung der Hanseaten an einem möglichen Weiterverkauf Vagnomans von Stuttgart an einen anderen Verein vorgesehen.
Mit Vagnoman selbst waren sich die Stuttgarter schon zu Beginn der zweiten Juni-Hälfte einig geworden. Der Defensivspieler wird am Neckar voraussichtlich einen Vierjahres-Vertrag bis 2024 unterschreiben. Um jedes Risiko auszuschließen, trainierte Vagnoman am Donnerstag schon nur noch individuell und nicht mehr mit seinen bisherigen Klubkollegen.
Mit Vagnomans Zusage im Hinterkopf konnte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat in den Verhandlungen mit den Hamburgern kühlen Kopf behalten. Hatten die Norddeutschen ursprünglich zwischen sieben und acht Millionen Euro verlangt, hatte die HSV-Seite zuletzt auch vergeblich auf 5,5 bis 6,0 Millionen Euro gehofft. "Am Ende kann es auch sein, dass man nicht zusammenfindet. Wir sind extrem weit auseinander", erklärte Mislintat noch Ende vergangenen Monats – bis der HSV nun seinem Druck nachgab.