HSV-Versammlung im Januar: Abwahl-Anträge gegen Jansen

Sportlich läuft es für den Hamburger SV gut, als Tabellenzweiter verabschiedeten sich die Norddeutschen in die Winterpause und haben gute Chancen, im kommenden Sommer die Rückkehr in die erste Liga zu meistern. Dennoch knirscht es immer wieder im Verein. Nach dem Gerücht, dass Trainer Tim Walter in England gehandelt wird, gibt es nun auch Abwahl-Anträge gegen Präsident Marcell Jansen. Diese werden bei der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Januar bearbeitet. 

Viele Vorwürfe gegen Jansen

Am Freitagabend lud der einstige Bundesliga-Dino seine rund 92.000 Mitglieder zur ordentlichen Hauptversammlung am 21. Januar ins Hamburger Congress Center ein. Neben vielen üblichen Tagespunkten gibt es auch einen mit viel Zündstoff. Zwei Mitglieder, Till Hischemöller und Ulrich Becker, haben Anträge auf Abwahl des Präsidenten Marcell Jansen eingereicht.

Laut "Bild" wirft Hischemöller dem 37-jährigen Ex-Profi unter anderem ein Auswahlversagen vor. Zudem soll der Klub-Boss grob fahrlässige Verletzung von Kontrollpflichten begangen haben. Konkret geht es dabei um Ex-Finanzvorstand und Aufsichtsrat Thomas Wüstefeld. Auch die nicht gestartete Suche nach einem neuen Finanzvorstand wird Jansen vorgeworfen. Gleiches gilt für das schlechte Verhältnis zu Sportvorstand Jonas Boldt. Dem Unternehmer wird auch angekreidet, dass er es nicht geschafft hat, den HSV aus den negativen Schlagzeilen herauszuhalten. Stattdessen sei er häufig das Problem oder ein Teil der Diskussionen.

Seit August 2021 Präsident

Jansen kam im Februar 2018 als Aufsichtsratmitglied in die Entscheider-Ebene der Rothosen. Von März 2020 bis November 2021 war er Vorsitzender dieses Gremiums. Seit August 2021 ist er Präsident des Hamburger SV. Zudem läuft er immer wieder für die dritte Mannschaft des Klubs auf. Während seiner Spielerkarriere bestritt der gebürtige Mönchengladbacher 187 Partien für den Traditionsverein.

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