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"Ich bin immer aufgestanden": FCN nach Derby-Pleite kämpferisch

© imago images / Zink

Auch im Franken-Derby gab es für den 1. FC Nürnberg nichts zu holen. Die Situation im Abstiegskampf spitzt sich für den Club nach dem 0:1 immer weiter zu. Den Glauben an die eigene Stärke aber hat zumindest Jens Keller noch nicht verloren. Von Sportchef Robert Palikuca erhielt der Trainer Rückendeckung.

Keller kündigt Wende an

"Wir sind maßlos enttäuscht, keine Frage", gab Jens Keller nach der Pleite gegen Fürth auf der Internetpräsenz des Clubs zu Protokoll. Nach einer kurzen Analyse der Partie ließ er es sich jedoch nicht nehmen, die Wende anzukündigen: "Wir sind heute enttäuscht und werden uns ab morgen konzentriert auf Wiesbaden vorbereiten, wo wir erfolgreich sein werden. Wir müssen am Dienstag liefern." In der Tat: Denn die Partie besitzt fast schon Endspielcharakter. Immerhin rückte Wiesbaden mit einem Sieg über Kiel bis auf zwei Punkte an die Franken heran, Karlsruhe kann am Sonntag sogar vorbeiziehen.

"Wir belohnen uns nicht"

Im Duell mit dem Kleeblatt schien am Samstag wieder einmal alles gegen Nürnberg zu laufen. Zu Beginn spielten die Hausherren durchaus gefällig, einzig die Chancenverwertung stimmte nicht – Hack vergab gleich dreifach (4., 7., 18.). Nach der Halbzeitpause ging es dann dahin, auf den Kopfballtreffer von Raum (56.) fand der FCN keine Antwort. Geknickt, aber treffend fasst Nürnbergs Enrico Valentini anschließend zusammen: "Wir machen einfach die Tore nicht. Wir schließen ab, wir kreieren Chancen, belohnen uns aber nicht. Hinten sind wir zu instabil und kassieren leider das Gegentor. Es ist keine einfache Situation. Wenn man da in der Tabelle steht, wo wir stehen, ist das Selbstvertrauen natürlich nicht bei 100 Prozent."

Kein weiterer Trainerwechsel in Nürnberg

Klar ist, dass der FCN die Saison mit Jens Keller an der Seitenlinie beenden wird. Ein Trainerwechsel kommt nicht infrage. "Ja, das bleibt so", versprach Sportvorstand Palikuca bei "Sky". Doch bleibt angesichts des Sieges von Wiesbaden auch die Pleite der Nürnberger enorm bitter, längst spürt der Club den Atem der Hessen. "Wir werden das stoppen", ist sich Palikuca laut "Kicker" sicher. "Wir werden jetzt nach Wiesbaden fahren und mit allem, was wir haben, da auftreten und mit aller Macht versuchen zu gewinnen." Ähnlich kämpferisch schloss Cheftrainer Keller, der nach wie vor überzeugt ist, der richtige Mann für den FCN zu sein: "Es gibt Situationen, in denen man auf dem Boden liegt. Ich bin aber immer aufgestanden."