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Ingolstadt zurück in Liga zwei: "Wir waren einfach dran“

© imago-images / Eibner

Tomas Orals Spieler stürmten erst auf den Platz und tanzten später in der Kabine ausgelassen auf den Tischen: Die Zweitliga-Rückkehr im zweiten Anlauf löste beim FC Ingolstadt nach der womöglich schönsten Niederlage der Vereinsgeschichte mit dem 1:3 im Relegations-Rückspiel beim VfL Osnabrück (Hinspiel: 3:0) Jubel und Erleichterung aus.

Bilbijas Tor hat "den Stecker gezogen“

FCI-Coach Oral ließ allerdings nach zwei Negativerlebnissen in den Relegationen der beiden vergangenen Jahre auch eine gehörige Portion Genugtuung erkennen. "Wir waren einfach dran“, stellte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz mit spürbarer Zufriedenheit fest.

Für Oral war natürlich das Gästetor durch Filip Bilbija (31.) zusammen mit der Nervenstärke der Schanzer nach Osnabrücks Traumstart durch eine 2:0-Führung ausschlaggebend für den Gesamterfolg: "Wir waren auf die Wucht und den Turbofußball der Osnabrücker vorbereitet und haben auch gemerkt, dass sie uns einfach nicht Fußball spielen gelassen haben. Nach dem zweiten Tor war das Spiel auch wirklich offen, aber uns war auch klar, dass wir kühlen Kopf behalten müssen und Osnabrück mit einem Tor auch den Stecker ziehen können. Das haben wir dann auch geschafft, auch wenn es bis kurz vor Schluss immer noch ein Spiel auf des Messers Schneide gewesen ist, denn man weiß ja, was in der Nachspielzeit noch passieren kann, wenn Osnabrück noch einen Treffer gemacht hätte.“

An einen Relegations-Fluch über seiner Mannschaft hatte Oral nach den Misserfolgen beim Zweitliga-Abstieg gegen den SV Wehen Wiesbaden (2:1 und 2:3) und im Vorjahr gegen den 1. FC Nürnberg (0:2 und 3:1) hatte Oral vor dem entscheidenden Showdown an der Bremer Brücke jedoch ohnehin nicht geglaubt: "Vor zwei Jahren war es ja schon ein Wunder, dass wir die Relegation überhaupt noch erreicht hatten, und letzte Saison hatten wir nach 13 Spielen in fünf Wochen nur zwei Tage Pause im Gegensatz zu Nürnberg, dass sich zehn Tage ausruhen konnte, und dann hat ja der Schiedsrichter auch noch seinen Teil beigetragen“, blickte der FCI-Trainer nüchtern und auch pointiert zurück.

"Verdient, definitiv verdient“

Nach den letzten 90 Minuten der Saison war Oral gleichwohl nach eigener Aussage "völlig erschöpft“, aber umso glücklicher über das Happy End. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Aber über die Saison und auch die beiden Relegationsspiele gesehen haben wir es verdient, definitiv verdient. Jetzt freue ich mich auf die Feier.“

In Feierlaune war natürlich auch sein Team. "Wir sind überglücklich“, sagte Offensivspieler Fatih Kaya jubelnd und empfand den Aufstieg als gerechten Lohn: "Wir haben alle sehr hart für diesen Traum gearbeitet.“