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Ingolstadts erster Heimsieg: "Mannschaft hat gemerkt, dass es funktioniert“

© IMAGO / Stefan Bösl

Der FC Ingolstadt hat die Zweitliga-Verhältnisse auf den Kopf gestellt. Durch den überraschend klaren 3:0-Erfolg zum Rückrundenstart im Aufsteigerduell mit Dynamo Dresden gehört das abgeschlagene Tabellenschlusslicht wenigstens im Ranking des zweiten Saisonabschnitts für die gesamte Winterpause zur Spitzengruppe.

Kutschke: "Trainer hat uns neues Leben eingehaucht“

So trügerisch die Momentaufnahme auch angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz natürlich auch ist, so sehr diente der erste Heimsieg der Saison den Schanzern auch als Mutmacher: "Die Mannschaft hat gemerkt, dass es funktioniert“, beschrieb der neue Trainer Rüdiger Rehm asuf der Pressekonferenz nach dem ersten Erfolg der Bayern im zweiten Spiel unter seiner Regie den womöglich wichtigsten Effekt nach zuvor gleich einem ganzen Dutzend Spielen ohne Sieg.

Auch aus Sicht von Kapitän Stefan Kutschke wirkte sich besonders der Trainer-Wechsel beim Sieg durch Treffer von Nico Antonitsch (1.) und Filip Bilbija (86.) sowie ein Eigentor von Kevin Ehlers (17.) bereits positiv aus. "Der Trainer ist genau so positiv verrückt wie wir und hat uns ein Stück weit neues Leben eingehaucht“, meinte der 33-Jährige auf der Vereinshomepage. Überbewerten mochte der Routinier den ersehnten Erfolg aber auch nicht: "Es ist noch ein langer Weg für uns. Wir haben noch genügend Baustellen. Keiner war bisher an seinem Leistungslimit, und da werden wir im neuen Jahr ansetzen."

"Nicht blenden lassen“

Damit lag Kutschke auf einer Linie mit Rehm. "Es ist für uns alle gut, dass wir vor Weihnachten und Pause noch einmal gewonnen haben, wir können durchatmen und uns freuen, aber wir dürfen uns davon nicht blenden lassen, denn wir wissen alle, dass wir im Vergleich zur Vorrunde noch ganz viel zu verbessern haben“, meinte der 43-Jährige.

Das Problembewusstsein soll auch die Vorbereitung auf den Wiederbeginn der Saison am 16. Januar (Sonntag) beim 1. FC Heidenheim prägen. "Wir müssen“, mahnte Rehm, "weiter sehr, sehr kritisch mit dieser Situation umgehen. Wir müssen die erste Halbserie mental verarbeiten und auch aufarbeiten, wer was falsch gemacht hat. Wenn wir alles genau analysiert haben, werden wir sehen, welche Schlüsse wir für die Rückrunde ziehen.“