"Jetzt jedes Spiel gewinnen": Werners Werder-Serie geht weiter

Der SV Werder Bremen hat zum ersten Mal unter Ole Werner weniger als drei Tore in einer Partie geschossen - und trotzdem die Siegesserie verlängert. Dank eines 2:1-Erfolgs gegen den Karlsruher SC bleibt die Bilanz des Cheftrainers makellos. Top-Stürmer Marvin Ducksch legte sich fest, dass die Grün-Weißen jetzt jedes Spiel gewinnen wollen.

"Vertraue der Mannschaft zu 1.000 Prozent"

Sechs Spiele, sechs Siege - an der Weser hat Ole Werner seit Amtsantritt gut lachen. Dabei war Werder am vergangenen Spieltag so harmlos wie nie unter dem 33-Jährigen, immerhin gelangen nur zwei Treffer. Was ironisch klingt, war für den Übungsleiter bereits ein Ansatzpunkt zur Verbesserung. "Der Gedanke 'Das wird schon irgendwie' wäre tödlich", warnte Werner davor, dass die Bremer nach spektakulären Auftritten übermütig werden. "Du musst jede Chance erarbeiten und wertschätzen, jede Situation in der Verteidigung ernst nehmen. Man hat heute gesehen, wie schnell das Spiel kippen kann", so der 33-Jährige.

In der Tat brauchte der SVW dieses Mal lange, um in die Partie zu finden. Dann löste Marvin Ducksch den Knoten (51.), doch vom KSC kam Widerstand. Erst durch die Einwechslung von Jean-Manuel Mbom und den Kopfballtreffer von Anthony Jung (76.) konnten die Bremer ihre Serie fortsetzen. "Das 1:1 hat uns kurz Schlucken lassen, aber ich vertraue der Mannschaft momentan einfach zu 1.000 Prozent", beschrieb der Siegtorschütze selbst die Situation. Jung habe das Gefühl, dass der SVW in der aktuellen Phase immer offensiv zulegen kann - und belohnte sich selbst mit dem zweiten Saisontor. "Manu flankt hervorragend und ich stehe goldrichtig, um einzunicken", freute sich der Außenbahnspieler.

"Wollen von da oben nicht mehr weg!"

Dennoch bleiben Ole Werners mahnende Worte stehen, dass das Spiel nach dem Ausgleich auch kippen konnte. "Der KSC hat gegen mehrere Teams, die oben stehen, gute Ergebnisse erzielt und war ein hartnäckiger Gegner", lobte er das Aufbäumen des Gegners, dessen Treffer dann letztlich doch irgende "aus dem Nichts" kam. Die Siegesserie kann schneller reißen, als es derzeit den Anschein hat - fand jedenfalls Werner. "Es bringt nichts, zurückzugucken", warnte er deshalb weiterhin. Und das trägt Früchte, wie die Bremer auf dem Platz bewiesen: "Für meine Begriffe waren wir etwas schlampig darin, die Angriffe auszuspielen. Aber wir sind drangeblieben und haben die notwendigen Tore geschossen."

Aktuell führt der Weg der Bremer steil nach oben - mit 18 Punkten aus sechs Spielen haben die Grün-Weißen beinahe die Punktausbeute geholt, die zuvor Markus Anfang (19 Zähler) in der übrigen Saison einfuhr. Auch, weil sich Werner auf Königstransfer und Top-Stürmer Marvin Ducksch verlassen kann. "Es ist schwierig, den Lauf auf diesem Niveau bis zum Ende durchzuhalten", zeigte sich auch der Angreifer demütig gegenüber des starken Laufs. Sorgen hatte der 27-Jährige aber nicht. "Wenn ein Rückschlag kommen wird, bin ich fest überzeugt, dass wir auch zurückschlagen werden", kündigte Ducksch selbstbewusst an. Und versprach: "Wir wollen von da oben nicht mehr weg! Es war unser Ziel, uns oben festzubeißen. Das haben wir jetzt getan. Jetzt wollen wir jedes Spiel gewinnen." Die nächste Gelegenheit folgt beim F.C. Hansa Rostock (Freitag, 18:30 Uhr).

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