"Kampf nicht angenommen": Klare Worte nach Lilien-Pokalaus

Scheiterte Darmstadt 98 im Vorjahr bereits in der zweiten DFB-Pokal-Runde am Viertligisten Astoria Walldorf, war am Samstagabend noch eine Runde früher Endstation. Auch auf garantierte Pokaleinnahmen von 318.500 Euro müssen die Darmstädter nun verzichten.

Zu viele Fehler

Nach der Pokalpleite (1:3 in Regensburg) waren sich die Südhessen einig: Der Jahn aus Regensburg hatte völlig verdient das Zweitliga-Duell gewonnen. Dabei hatte Lilien-Trainer Torsten Frings seine Spieler vor dem Match gewarnt. "Ich habe gesagt, in der ersten Runde geht es immer nur über den Kampf“, wird der 40-Jährige im "Kicker" zitiert. Seine Spieler brachten die Vorgabe nicht auf den Rasen. Den unbedingten Siegeswillen gab es nur bei den Regensburgern. Die Lilien fanden zu keiner Zeit wirklich Zugriff auf das Spiel, waren zweikampfschwach, machten zu viele Abspielfehler und hinten wackelte die Abwehr.

Darmstädter sprechen Klartext

Nach der verdienten Niederlage gab es zumindest viele selbstkritische Stimmen. "Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht und völlig verdient verloren. Wir hatten kaum Bewegung, haben den Kampf nicht wirklich angenommen", sagte Torsten Frings dem "Darmstädter Tageblatt". Klartext sprach auch Lilien-Kapitän Aytac Sulu: "Jeder Spieler, der heute auf dem Platz stand, sollte sich mal hinterfragen, ob er an seine Leistungsgrenze gegangen ist. Diese Gier, den Zweikampf gewinnen zu wollen, war nicht zu hundert Prozent da." Auch Mittelfeldmann Wilson Kamavuaka fand nach dem Pokal-Aus deutliche Worte. "Wir waren nicht wirklich auf der Höhe, es hat nicht viel geklappt. Es war einfach zu wenig, wir kamen immer einen Schritt zu spät, auch die Raumaufteilung hat nicht gestimmt", bilanzierte Kamavuaka, der mit Hamit Altintop das Zentrum nicht dicht bekam.

Blick geht nach vorne

Markus Steinhöfer blickte bei aller Kritik aber auch schon wieder nach vorne. "Jetzt heißt es aufstehen und es Freitag besser machen. Das Ausscheiden tut schon weh, aber aus solchen Spielen müssen wir lernen", meinte Steinhöfer. Vor der Liga-Begegnung gegen den FC St. Pauli gibt sich Trainer Frings trotzig und zuversichtlich. "Trotzdem gehen wir den Weg weiter und die Spieler werden heiß sein, etwas gutzumachen." Bei dem Unterfangen könnten auch Fabian Holland (Bänderzerrung am Sprunggelenk) und Sandro Sirigu (Gesäßmuskelzerrung) wieder eine Alternative sein. Das Duo trainierte am Sonntag zumindest mit dem Ball.

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