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Kapitän Toprak unter Werner gesetzt: "Spielt einfach eine zentrale Rolle"

© IMAGO / Joachim Sielski

Mit Ömer Toprak auf dem Feld hat der SV Werder Bremen in dieser Saison erst zwei Niederlagen einstecken müssen. Auch Neu-Cheftrainer Ole Werner wird weiterhin auf den erfahrenen Kapitän setzen, der gegen Hannover (4:1) seine Rolle als Abwehrchef deutlich machte.

Werner schätzt Toprak als Kapitän

Am 22. August 2008 bestritt Ömer Toprak sein erstes Zweitliga-Spiel für den SC Freiburg, es war gleichzeitig das erste Profi-Spiel des Innenverteidigers. Seit dieser Saison ist er im Dienste des SV Werder Bremen zurück im Unterhaus – dazwischen liegen 263 Bundesliga-Spiele, 27 Partien für die türkische Nationalmannschaft und insgesamt rund 20 Millionen Euro als Ablösesummen. Als Kapitän und Abwehrchef ist Toprak an der Weser nicht wegzudenken. Zuletzt gegen Hannover 96 lag die Zweikampfquote des 32-Jährigen bei 78 Prozent, wie auch der "Kicker" berichtet.

Gegen Paderborn (1:4) und Kiel (1:2) verlor Werder mit Toprak auf dem Rasen. Bei drei weiteren Niederlagen fehlte der Innenverteidiger aufgrund von Wadenproblemen – die Quote mit Toprak liegt somit bei 2,00 Punkten pro Spiel, während Bremen ohne Toprak im Schnitt nur 1,61 Zähler einfährt. "Ömer gehört zu den Spielern, die schon ganz viel erlebt haben und der a) wegen der Erfahrung und b) mit seiner fußballerischen Qualität für uns einfach eine zentrale Rolle spielt", lobt auch Neu-Cheftrainer Ole Werner den Abwehrchef, der immer wieder in der Karriere von Verletzungen geplagt wurde. Auch unter Werner bleibt er gesetzt, weil er "auf und neben dem Platz vorneweg" ginge und sich "auf eine Art und Weise einbringt, wie man sich das von einem Kapitän wünscht".

Zukunft ungewiss

Die Frage ist allerdings, ob das auch über das Saisonende hinaus so bleiben wird. Vor zweieinhalb Jahren wechselte Toprak zunächst auf Leihbasis von Borussia Dortmund an die Weser, ehe eine Kaufpflicht nach dem damaligen Klassenerhalt der Bremer griff. Im zweiten Jahr stieg der SVW dann ab – und Toprak ist nach fast 13 Jahren wieder Zweitliga-Spieler. Kürzlich vermeldete der 32-Jährige selbst, dass sein Vertrag nur noch bis zum Saisonende läuft. "Vorstellen kann man sich alles, aber damit habe ich mich noch nicht beschäftigt", sagte Toprak Anfang November während seiner Reha gegenüber der "Bild", was seine Zukunft angeht. Als fitter Abwehrchef ist der 32-Jährige jedenfalls unverzichtbar.