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"Kein Opfer des Systems": Kempe über seine Joker-Rolle

© IMAGO / Beautiful Sports

Tobias Kempe ist der Strippenzieher im Mittelfeld des SV Darmstadt 98, doch zuletzt war der 31-Jährige auf die Bank versetzt worden. Als Folge der Systemumstellung sah der Offensivspieler seine aktuelle Pause nicht. Zumal die Lilien unter allen Umständen sein Herzensverein bleiben.

Sechser statt Zehner

Kann Cheftrainer Markus Anfang ausgerechnet auf Top-Vorbereiter Tobias Kempe verzichten? Der zentrale Mittelfeldspiele erzielte acht Tore, legte sieben Buden auf. Hinter Serdar Dursun ist der 31-Jährige bislang Darmstadts wichtigster Offensivmann gewesen. Drei Spiele in Folge kam Kempe allerdings nur noch als Joker zum Einsatz – den letzten Treffer erzielte er im Januar. "Ich bin kein Miesmacher und kein Opfer des Systems", wehrt sich der 31-Jährige im "Kicker" gegen den Eindruck, dass Darmstadts Umstellung vom 4-1-4-1-System zur 4-2-3-1-Formation nicht zufriedenstellend für ihn wäre. Unabhängig von Zahlen ausgedrückt: Statt zwei offensiven und einem defensiven Mittelfeldspieler agiert Anfang nun umgekehrt – zwei Sechser, ein Zehner. Sieben Punkte in drei Spielen sprangen dabei heraus.

"Liebe hier gefunden"

Aktuell hat Marvin Mehlem entsprechend die Nase auf der Offensivposition vorne. Kempes Vertrauen und Loyalität gegenüber den Lilien ist ungebrochen. "In Deutschland werde ich für keinen anderen Verein mehr spielen. Ich habe meine Liebe hier gefunden", versicherte der 31-Jährige, dass seine veränderte Rolle nichts mit seiner Wahrnehmung zu schaffen hat. Erst kürzlich verlängerte Kempe deshalb seinen Vertrag bis 2023. Ob dann das Karriereende folgt? Ein Wechsel ins Ausland soll nicht ausgeschlossen sein. Genauso könnte es auch am Böllenfalltor weitergehen – und dafür wird sich Kempe wohl in Zukunft noch mit Toren und Vorlagen empfehlen können.