Keine geregelte Abfindung: Schultz weiter auf St. Paulis Gehaltsliste

Im Januar verlängerte Timo Schultz seinen Vertrag beim FC St. Pauli bis 2024. Nun ist der Cheftrainer aufgrund der fehlenden Entwicklung von seinen Aufgaben entbunden worden. Eine Abfindungsklausel gab es für den 45-Jährigen nicht.

Kein Ausstieg, keine Abfindung

Gemeinsam mit Timo Schultz erlebten die Kiezkicker schon einmal eine Talfahrt, gingen als Tabellenletzter in eine Winterpause. Daraus kam St. Pauli gestärkt hervor und krönte sich zwölf Monate später zum inoffiziellen Herbstmeister. Das Vertrauen in den 45-Jährigen war daher groß, doch der Fall in dieser Saison auch entsprechend tief. Statt mit dem Fußballlehrer wie geplant bis 2024 zu arbeiten, wurde Schultz kürzlich vor die Tür gesetzt. Das Gehalt des Cheftrainers wird weiterbezahlt.

Denn Schultz verzichtete bei seiner Verlängerung auf eine Ausstiegsklausel, wie die "Bild" berichtet. Beim Interesse von höherklassigen Klubs hätte der 45-Jährige nicht ohne Verhandlungen gehen können. Dafür gab es auch keine Regelung für eine Abfindung - dementsprechend muss sich der Verein nun auch mit seinem Ex-Coach in Verhandlungen auf eine Summe einigen. Immerhin: Sollte jetzt ein anderer Klub sein Interesse zeigen, wäre sogar eine Ablösesumme für Schultz möglich.

Smith weckt Bundesliga-Interesse

Defensivspieler Eric Smith erhielt die Nachricht von der Entlassung seines Coaches übrigens auf seiner Hochzeitsreise. Der Schwede kennt die Mechanismen des Geschäfts, verteidigt aber auch seinen Trainer: "Individuelle Fehler gehörten zu den größten Problemen, die ganz Saison über." Auch Smith ist noch bis 2024 an die Kiezkicker gebunden - doch das Interesse aus der Bundesliga ist mittlerweile bekannt. Gladbach, Freiburg und Leverkusen sollen zu den Kandidaten zählen. "Ich habe einen Vertrag mit St. Pauli. Mein Plan ist, den zu erfüllen. Ich denke, das ist eine Frage für Andreas Bornemann", so Smith.

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