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Kiel holt Remis beim FCN: "Nehmen den Punkt gerne mit"

IMAGO / Eibner

Im Nachholspiel des 29. Spieltages holte Holstein Kiel am Dienstagabend ein 1:1 beim 1. FC Nürnberg. Dabei hatten die Norddeutschen bei zwei Aluminiumtreffern das nötige Glück, zeigten sich vor dem Tor aber eiskalt und festigten damit ihre gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen.

"Hat uns an Genauigkeit gefehlt"

"Unterm Strich", so sah es Kiels Geschäftsführer Uwe Stöver, sei das Ergebnis "gerecht". Aber auch der 54-Jährige wusste, dass die Gäste "nach der Pause bei den Latten- und Pfostentreffern ein bisschen Glück hatten". Denn in der 53. und 58. Minute hatten die Nürnberger nur das Aluminium getroffen. Fraglich, ob die Kieler bei einem 0:2-Rückstand noch einmal zurückgekommen wären. Stattdessen glich Janni Serra mit der zweiten guten Chance der Norddeutschen in der Partie per Kopf zum 1:1-Endstand aus (67.). Denn mehr als der Treffer durch Dennis Borkowski (31.), der die gesamte Kieler Abwehrreihe nicht gut aussehen ließ, gelang dem "Glubb" auch nicht mehr.

Mit Blick auf den Gegentreffer sagte KSV-Trainer Ole Werner: "Da waren wir unachtsam und geraten ins Hintertreffen. Dann war es eine schwierige Aufgabe, das Tor aufzuholen, aber nicht ins offene Messer zu laufen." Das gelang seinem Team jedoch, das zwar spielbestimmend war, aber viel zu selten gefährlich vor das gegnerische Tor gekommen war. "Es hat uns in der ersten Halbzeit an Genauigkeit gefehlt, deshalb hatte wir nicht all zu viele Torchancen", erklärte der 32-Jährige. In der Schlussphase der Partie habe er gemerkt, "dass wir nicht mehr allzu viel zuzusetzen hatten". Die Kraft hatte letztlich im zweiten Spiel binnen vier Tagen gefehlt – am Samstag hatte der Aufstiegsanwärter bereits mit 3:1 beim VfL Osnabrück gewonnen. Deshalb nehme die Mannschaft "den Punkt gerne mit", erklärte Torhüter Thomas Dähne, der den zuletzt am Corona-Virus erkrankten Ioannis Gelios vertrat.

Ausgangslage weiter sehr gut

"Wenn uns vorher einer gesagt hätte, das wir mit vier Punkten zurückkommen, hätte das jeder unterschrieben", war Verteidiger Phil Neumann zufrieden mit dem Auftakt nach der Quarantäne, in die das Team nach Coronafällen hatte gehen müssen. Durch das Remis bleiben die "Störche" auf dem vierten Platz, liegen aber nur noch einen Zähler hinter dem Dritten, Hamburger SV, der aktuell an der Aufstiegs-Relegation teilnehmen dürfte. Allerdings haben die Kieler noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Auf Tabellenführer VfL Bochum – zehn Punkte entfernt – sind es sogar noch drei. Die Ausgangslage der KSV bleibt also sehr gut.

Bevor es am kommenden Dienstag zu hause gegen den SV Sandhausen geht, steht am Samstagabend (20.30 Uhr) das Halbfinale im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund an. Ein Bonus-Spiel und Bonbon für eine tolle Saison im bisherigen Turnier. Mit Blick auf den ohnehin kräfteraubenden Schlussspurt in der Liga aber auch kein Vorteil.