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Kiel kassiert zweite Pleite in Folge: "Uns fehlt noch etwas"

IMAGO / HMB-Media

Weitere Niederlage für Holstein Kiel: Das Team von Trainer Ole Werner verlor am Dienstagabend das Nachholspiel beim 1. FC Heidenheim mit 0:1. Eine verunglückte Rettungstat leitete das Gegentor ein. In der Folge waren die Gäste in der Offensive zu harmlos. 

Heidenheim nutzt unglückliche Aktion aus

Es ist ein Novum für die "Störche" aus Kiel. Erstmals in dieser Saison hat das Team zwei Spiele in Folge verloren, nachdem es am vergangenen Wochenende eine 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum gegeben hatte. Der Abstand auf die SpVgg Greuther Fürth, die auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz liegt, beträgt vier Punkte. Ein Spiel hat die KSV aber noch in der Hinterhand. Um den Anschluss an das Spitzentrio nicht zu verlieren, müssen in den verbleibenden zwei von drei aufeinander folgenden englischen Wochen wieder Siege her.

Gegen die Heidenheimer seien die Gäste "gut ins Spiel gekommen", sagte Kiels Offensivspieler Joshua Mees. "Wir haben viel Druck gemacht nach vorn." Doch nach 17 Minuten ging der FCH in Front – unter kräftiger Mithilfe der Holstein-Defensive: Nach einem eigenen Eckball wurden die Gäste ausgekontert. Einen langen Schlag spitzelte Verteidiger Jannik Dehm beim Versuch, den Ball vor Heidenheims Stürmer Tim Kleindienst zu klären, an seinem Torhüter Ioannis Gelios vorbei. Kleindienst nutzte die unglückliche Aktion aus und schob zum 1:0 ins leere Tor ein (17.).

Offensiv zu harmlos

Mees sprach von einem "komplett unnötigen" Gegentreffer, der die Norddeutschen "aus der Bahn geworfen" habe. Geschäftsführer Sport Uwe Stöver sah den Gegentreffer als "spielentscheidend" an. Die Spieler hätten es nicht geschafft, "das schnelle Umschaltspiel des Gegners zu unterbinden. So ist der Gegner über wenige Aktionen zum Torabschluss gekommen. Das ist sehr ärgerlich".

Dass es in der Folge nicht gelang, die Niederlage abzuwenden und noch wenigstens einen Punkt zu holen, lag an der fehlenden Offensivgefahr. "Wir hatten nicht die riesen Chancen", musste Mees eingestehen. "In der zweiten Halbzeit haben wir alles nach vorn geworfen und guten Fußball gespielt, aber konnten das Tor nicht schießen", so der 24-Jährige. "Die Mannschaft hat probiert, über Willen Druck aufzubauen. Was nicht gut war, war das Spiel im gegnerischen Strafraum", erkannte auch Stöver das Manko am Dienstag. "Wir hatten ein paar Chancen, aber man merkt, dass bei uns noch etwas fehlt momentan", sagte der defensive Mittelfeldspieler Jonas Meffert. Was er meint: Nach dem Duell gegen den Hamburger SV (1:1) am 8. März hatte das Team aufgrund von Corona-Fällen rund vier Wochen Zwangspause, ehe es gegen Bochum spielen durfte. Der Spielrhythmus ging verloren.

Weiter geht’s für die Kieler am Samstag mit einem Heimspiel gegen Jahn Regensburg. Vier Tage später folgt das Nachholspiel gegen Hannover 96. Soll der Traum vom Aufstieg nicht schon frühzeitig beendet sein, muss das Team dann wieder punkten.