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Kiels peinliche Pokalpleite: "Unser Anspruch ist ein anderer“

© IMAGO / Picture Point

Eine peinliche Pokalpleite hat Holstein Kiels Anlaufprobleme endgültig offenkundig gemach. Durch ihre erste Erstrunden-Niederlage bei Teilnahmen am DFB-Pokal seit 2015 mit 3:5 im Elfmeterschießen beim Drittligisten Waldhof Mannheim (0:0 n.V.) warten die "Störche“ auch noch nach ihrem dritten Pflichtspiel der neuen Saison weiter auf das erste Erfolgserlebnis.

Stöver: "Ärgerlich und enttäuschend“

Kiels Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver machte vor Antritt der langen Rückreise aus seinem Unmut kein Hehl. "Das ist ärgerlich und enttäuschend“ schimpfte Stöver. Die verpasste Zusatzeinnahme von erneut mehr als 200.000 Euro für den Einzug in die zweite Runde führte der KSV-Manager auf der Vereinshomepage auf eine Mangelleistung in der Offensive zurück: "Wir sind ausgeschieden, weil wir es nicht geschafft haben, in 120 Minuten ein Tor zu schießen.“

Auch Trainer Marcel Rapp hatte sich die vorübergehende Rückkehr in seine Heimatregion sicherlich anders vorgestellt. "Unser Anspruch ist ein anderer, unser Anspruch war, gegen einen Drittligisten weiterzukommen“, gestand der aus dem rund 70 km von Mannheim entfernten Pforzheim stammende Holstein-Coach seine Enttäuschung ein.

Insgesamt teilte Rapp auch Stövers Analyse. "Wir hatten in den ersten 30 Minuten durch Umschaltsituationen ein, zwei gute Möglichkeiten, aber danach haben wir technisch oft zu unsauber gespielt“, bilanzierte der 43-Jährige in der Pressekonferenz nach Spielende.

Forderung nach Wiedergutmachung in Magdeburg

Durch den Pokal-K.o. ist der Druck auf sein Team schon zu einem frühen Zeitpunkt weiter gewachsen. Nach den vorherigen 2:2-Remis in der Meisterschaft gegen Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth und bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern ist für die Norddeutschen ein Sieg am Sonntag (7. August) beim Lauterer Mitaufsteiger 1. FC Magdeburg geradezu Pflicht.

Stöver will nach Kiels erst zweitem Pokal-Aus gegen einen unterklassigen Gegner an der Elbe unbedingt Wiedergutmachung sehen. "Es hilft nicht, Trübsal zu blasen. Das Spiel in Magdeburg wird stimmungstechnisch ein ähnliches Kaliber, so dass wir wissen, worauf wir uns einzustellen haben. Wir wollen den ersten Sieg in der Liga holen“, lautete seine eindeutige Vorgabe.