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"Klare Steigerung zu erkennen": Kiel im Aufwind – aber Trio fällt aus

© IMAGO / Uwe Kraft

Holstein Kiel ist denkbar schlecht in die Saison gestartet, aber schon vor der Länderspielpause konnten sich die Störche wieder einigermaßen stabilisieren. Nun geht es für Ole Werner und seine Mannschaft nach Karlsruhe, wo die Badener in der Vorsaison zweimal die Nase vorne hatten. Den weiteren Verlauf der Formkurve halten die Kieler laut Cheftrainer in der eigenen Hand.

Trio um Holtby fällt aus

Ein 3:0-Sieg gegen Aue vor der Länderspielpause ließ Holstein Kiel aufatmen, denn es war der erste Sieg in fünf Spielen der neuen Spielzeit. Ein Zwischenfazit ließ sich Ole Werner in der spielfreien Zeit daher nicht entgehen. "Ich bin insofern zufrieden, dass eine klare Leistungssteigerung in den letzten beiden Auftritten zu erkennen war", verwies der Übungsleiter auf den besagten Auftritt gegen Aue, aber auch schon das 2:2-Remis in Düsseldorf. Trotzdem fiel das Fazit letztlich gemischt aus: "Dennoch bin ich natürlich nicht mit der Punktzahl zufrieden, die wir haben. Wenngleich ich weiß, dass der Start für uns dieses Jahr herausfordernder ist, als für die meisten anderen Mannschaften."

Hinzu kommt nun Verletzungspech, das die Kieler bis dahin nicht gewohnt waren. Neben Ahmet Arslan (Kreuzbandriss) und Marco Komenda (Mittelfußbruch) fallen auch Steven Skrzybski, Lewis Holtby und Julian Korb für die kommende Partie aus – allesamt aufgrund von muskulären Problemen. "Es ist für uns eher ungewöhnlich", erklärte Werner in dem Zusammenhang. "Jetzt haben wir eine Häufung von relativ vielen Fällen in kurzer Zeit. Das wird auch bei uns hinterfragt." Ändern kann der Coach an der Situation aber vorerst nichts. Mit Holmbert Fridjonsson (Teilanriss des Innenbandes) fehlt eine weitere Personalie.

Rückendeckung für Arp

In den Fällen der muskulären Probleme suchte Werner aber schon vor der Partie nach Gründen. "In der Art und Weise, wie die Jungs zu uns gekommen sind, von vornherein wusste, dass ein gewisses Risiko dabei ist", erklärte es sich der Cheftrainer damit, dass Skrzybski, Holtby und Korb mit wenig Spielpraxis oder geringer Vorbereitung an der Förde einstiegen. "Die deutliche Steigerung der Intensität in den Trainingseinheiten" habe dann vielleicht einen Teil dazu beigetragen. Die Verletzungssorgen hindern Werner jedoch nicht daran, mit "Lust und Optimismus" nach Karlsruhe zu fahren. Die Formkurve hat Kiel selbst in der Hand: "Wir stellen uns auf ein sehr intensives Auswärtsspiel ein gegen eine Mannschaft, die im Gegensatz zu uns sehr gefestigt ist. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die an einem unterschiedlichen Punkt ihrer Entwicklung stehen."

Einer, bei dem die Kurve definitiv nach oben zeigt, ist Fiete Arp. Der Leih-Stürmer vom FC Bayern erzielte gegen Aue sienen ersten Saisontreffer, der augenscheinlich Ballast von den Schultern des 21-Jährigen nehmen könnte. Für Cheftrainer Werner war Arp jedoch auch ohne Treffer schon enorm wertvoll: "Ich habe den Eindruck, dass ein Spieler bei uns ist, der in einer Entwicklung ist, obwohl er schon eine Menge in seiner Historie mitgenommen. Er ist immer noch sehr, sehr jung. Wir sind total zufrieden mit ihm. Er ist an einem vernünftigen Punkt." Das würde außerhalb von Kiel manchmal vielleicht anders wahrgenommen werden. Klar ist, dass niemand im Kieler Umfeld etwas gegen weitere Tore einzuwenden hätte.