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Knolls Reaktion auf Luhukay: "Ich liebe diese Mannschaft, wie sie ist"

Mit seiner Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie gegen Arminia Bielefeld sorgte FCSP-Trainer Jos Luhukay für Aufsehen. Spielerfreundschaften könnte man in die "Mülltonne werfen", sagte der Niederländer unter anderem. Nun widersprach Innenverteidiger Marvin Knoll seinem Coach.

Knoll wollte eine Reaktion

Beim 1:1-Unentschieden in Bielefeld sah der FC St. Pauli lange Zeit wie der Sieger aus, das Glück des Tüchtigen schien auf der Seite der Hamburger zu sein. Am Ende köpfte der Armine Manuel Prietl einen Ball in der Schlussminute in die Maschen. Der Spielverlauf ist für Innenverteidiger Marvin Knoll ein Grund, seinem Trainer zu widersprechen: "Wir alle wollten heute eine Reaktion zeigen, haben verteidigt wie die Löwen."

Vorausgegangen war eine denkwürdige Pressekonferenz, in der Jos Luhukay nach Absprache mit den Verantwortlichen des FCSP kein Stein auf dem anderen ließ und die Mannschaft regelrecht auseinandernahm. "Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich liebe diese Mannschaft, genauso wie sie ist. Ich arbeite sehr, sehr gerne mit ihr zusammen. Und wir haben heute auch gesehen, dass wir hier bestehen können. Und das werden wir auch in den nächsten Spielen und über die Saison hinweg zeigen", zeigte sich Knoll nun gegenüber dem "Kicker" solidarisch mit seinen Kollegen.

"Das muss man respektieren"

Dass Luhukays Worte Wirkung zeigten, gestand der FCSP-Abwehrmann auch ein: "Es ist doch klar, dass das alles an einem nicht spurlos vorbeigeht. Wir sind auch nur Menschen und keine Maschinen." Umso wichtiger war dem 28-Jährigen eine Reaktion auf dem Platz, wenngleich er seinen Trainer damit nicht in dessen Autorität untergraben wollte: "Das ist des Trainers Meinung, ich habe eine andere Meinung."

Zwsichen Knoll und Luhukay habe es bisher kein Gespräch gegeben, auch mit der Sportlichen Leitung habe sich der Innenverteidiger nicht ausgetauscht. Bereit dazu wäre er aber. "Ich weiß nicht, ob man mit mir redet. Aber wenn er mit mir darüber reden möchte, dann werde ich auch meine Meinung vertreten. Aber wie gesagt: Er ist der Trainer, der Cheftrainer. Und er möchte offenbar noch ein paar Veränderungen – und auch das muss man respektieren", stärkte Knoll seinem Coach noch einmal den Rücken und betonte: "Er vertritt seine ehrliche Meinung – und ich habe meine."