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Kocak gibt 96 die Richtung vor: Verfolgerduell mit dem KSC

© imago images / foto2press

In der 2. Bundesliga hat sich eine Fünfergruppe an der Spitze festgespielt, deren erster Verfolger Hannover 96 heißt. Ein wahrer Härtetest steht den Niedersachsen mit dem Karlsruher SC bevor, denn die Badener verloren noch keine Partie seit dem Jahreswechsel. Um die anfänglichen Ambitionen zu untermauern, muss nun ein Sieg für die Roten her.

Konzentration auf Gegenwärtiges

Am vergangenen Spieltag schraubte Hannover 96 sein Torkonto mit einem 5:2-Sieg gegen Nürnberg hinauf, wodurch die Niedersachsen nun mit 26 Punkten und der besten Tordifferenz eine kleine Gruppe von Verfolgern anführt, die noch in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga stoßen will. Direkt zum Auftakt der Rückrunde gerät Hannover dabei an Tabellennachbar Karlsruher, das in diesem Jahr noch unbesiegt ist. "Das ist eine sehr eingespielte und erfahrene Mannschaft mit guten Spielern. Dort macht man sehr gute Arbeit", lobte 96-Coach Kenan Kocak den kommenden Konkurrenten, gegen den es sich zu beweisen gilt. Denn nur mit einem guten Start kann Hannover wohl noch einmal seine ambitionierten Ziele verwirklichen – den Bundesliga-Aufstieg.

"Das einzige, womit wir uns beschäftigen, ist das Spiel gegen Karlsruhe", schob Kocak allerdings einen Riegel vor die Euphorie. Gleiches wünscht er sich aus dem Hannoveraner Umfeld: "Damit müssen wir uns jetzt beschäftigen und das Beste rausholen. Und nicht mit etwas, was im Mai passieren könnte." Besonders die vergangenen Wochen sprechen dafür, dass Hannover möglicherweise bis zum Ende ein Wörtchen mitsprechen kann. Zuletzt gab es 13 Punkte aus sechs Spielen, die Partie gegen St. Pauli ging unglücklich in letzter Sekunde verloren. Das hat Hannover aber schon verarbeitet: "Wir sind sehr zufrieden mit der Reaktion nach dem Spiel gegen St. Pauli. Das zeigt, dass die Mannschaft intakt ist."

"Nicht schlechtreden, nicht schönreden"

Unruhe herrscht dennoch im Hintergrund, denn immer wieder machen Gerüchte in Hannover die Runde. Allen voran geht es um eine Verpflichtung von Mittelfeldspieler Mehmet Ekici, für den bereits Philipp Klement und Dominick Drexler als Ersatzkandidaten gehandelt wurden. Andererseits geht es um einen möglichen Abgang von Innenverteidiger Simon Falette, der zuletzt verletzt fehlte. Kocak gab dem Sommer-Neuzugang zwar Rückendeckung, aber auch der 96-Coach sagt: "Ich bin froh, dass er momentan bei uns ist, und über alles andere mache ich mir aktuell keine Gedanken."

Generell wünscht sich der Cheftrainer nun ein gesundes Maß an Einschätzung. "Wir dürfen nicht nach einem Spiel, das schlecht gelaufen ist, alles schlechtreden. Wir dürfen aber auch nicht nach einem Spiel, das gut gelaufen ist, alles schönreden. Es ist ein Prozess", fasste Kocak zum Ende der Pressekonferenz vor dem Rückrunden-Auftakt zusammen – denn Hannover ist immer noch mittendrin. Das Ergebnis gegen Karlsruhe wird dennoch mit Spannung verfolgt werden.