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Krisenduell der Ambitionierten: Erste 96-Auswärtspunkte beim HSV?

© imago images / Joachim Sielski

Im Norden steht das Krisenduell zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV an. Beide Teams warten seit vier Spielen wieder auf einen Sieg, was den jeweiligen Ambitionen der Vereine nicht entspricht. Gerade auswärts hat die Elf von Cheftrainer Kenan Kocak noch etwas aufzuholen, sodass die Roten die 0:3-Niederlage gegen Kiel als Maßstab nehmen wollen. Nur ohne die Gegentore.

"Mit Willen ins Spiel gehen"

Binnen vier Minuten konnte Holstein Kiel am vergangenen Spieltag drei Tore gegen Hannover 96 erzielen. Bis dahin hatte die Elf von Cheftrainer Kenan Kocak aber vieles unter Kontrolle, was der Übungsleiter auch gegen Hamburg wieder sehen will: "Wir sollten als Maßstab das Spiel gegen Kiel bis zum 0:1 nehmen, mit der Einstellung, mit dem Willen ins Spiel gehen – das ist die Grundbasis." Darauf müssen die Niedersachsen auch aufbauen, denn auf fremden Plätzen gehört Hannover weiterhin zu den Schlusslichtern der Liga. Zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz steigt der Druck.

"Wir haben das Spiel gegen Kiel analysiert und besprochen. Da konnten wir bis zum 0:1 viele positive Dinge mitnehmen – bis auf das Ergebnis und die Entstehung der Tore, wo es zu einfach geht", gab Kocak zu Protokoll, muss den Worten aber auch Taten folgen lassen. Gerade jetzt zeigt sich ein weiterer Aspirant für den Aufstieg anfällig, denn auch der HSV wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. Die Chance für 96 ist da: "Die Jungs investieren sehr viel. Sie arbeiten sehr gut. Ich bin überzeugt, dass sie sich auch belohnen werden."

Hübers und Maina fehlen

Allerdings wird Hannover ohne Timo Hübers und Linton Maina antreten, während Marcel Franke wieder "voll trainieren" kann. Ein Fragezeichen bleibt auch hinter Philipp Ochs stehen, sodass die Möglichkeiten von Kocak zur Flexibilität begrenzt sind. "Wir müssen schauen, inwieweit wir den Kader vervollständigen können. Es ist noch zu früh, um das detailliert zu sagen. Ich denke aber, dass wir 20 Mann zusammenkriegen", will der 39-Jährige im Zweifelsfall auch auf die Nachwuchstalente seines Vereins zurückgreifen.

Auswärts noch ohne Punkt, dazu steckt 96 ergebnistechnisch in der Krise. Der Schwächephase des kommenden Gegners zum Trotz erhofft sich Kocak, dass gerade der Name des Hamburger SV weitere Kräfte loslösen wird: "Gegen eine Top-Mannschaft zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Der HSV ist ein Top-Name im deutschen Fußball." Den gilt es zu schlagen, denn nur eines der ambitionierten Teams kann nach dem Spieltag seine Krise beenden.