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KSC nimmt den Kampf zu spät an: "Wissen, was wir zu tun haben"

© IMAGO / Eibner

Im Saisonfinale bleibt der Karlsruher SC bislang ohne Sieg. Dabei fehlten im letzten Heimspiel gegen Dynamo Dresden (2:2) nur wenige Minuten, um ein versöhnliches Ende mit den Fans zu feiern. Dennoch hielt Cheftrainer Christian Eichner fest, dass die Badener insgesamt eine "privilegierte Saison" gespielt haben. Nun müsse der KSC dazulernen.

Eichner sieht Spiegelbild der Saison

Zunächst verschliefen die Karlsruher die erste Halbzeit, dann kamen sie umso stärker zurück – und mussten am Ende doch noch den Last-Minute-Ausgleich schlucken. "Es war eine Verkettung von Umständen", hielt Christian Eichner nach Abpfiff fest. "Ein leichter Fehlpass, dann sind wir ausgerutscht, haben den Gegner nicht taktisch zu Fall gebracht und an der Außenlinie gegen wir All-in, was völlig unnötig ist." Im Endeffekt sei der Gegentreffer zum 2:2-Remis in der Nachspielzeit ein Spiegelbild der Saison gewesen, fand der Coach.

Zugleich war es das sechste Spiel in Folge ohne Sieg für den KSC, das sechste Remis in den letzten zehn Spielen. Nur ein Sieg gegen Aue (3:0) entsprang in dieser Phase. Ein Verwöhnprogramm sieht anders aus, das wusste auch Eichner. Der Coach kannte aber auch die Gründe: "Der Gegner hat uns in der ersten Halbzeit alles das gezeigt, was notwendig ist, um in der 2. Bundesliga ein erfolgreiches Spiel zu bestreiten. Sie waren bereit, alle elf Mann. Das war bei uns nicht der Fall." Die Grundtugenden fehlten den Badenern im ersten Abschnitt, erst zur Pause konnte der Fußballlehrer seine Mannschaft wachrütteln.

"Extrem privilegierte Saison"

"Dann war eine andere KSC-Mannschaft auf dem Feld, die ihre Attribute auf den Platz gebracht hat", lobte der 39-Jährige anschließend. Zwei Standardtore durch Jerome Gondorf (65.) und Philipp Hofmann (74.) brachten die Karlsruher wieder in eine besser Ausgangslage. Danach beginnt die Phase, in der Eichner mit seinem Team "schleunigst" dazulernen will – denn in der Schlussphase fehlte dem KSC letztendlich die Abgezocktheit, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wieder eine Zusammenfassung der Saison: "Wir betreiben extrem hohen Aufwand bei eigenen Toren und haben hinten zu leicht die Gegentore zugelassen."

Trotzdem spielte der KSC eine "extrem privilegierte Saison", wie Eichner fand. Der zwölfte Tabellenplatz war rückblickend die schlechteste Platzierung im gesamten Verlauf, was für die Entwicklung der Karlsruher spricht. Auch, wenn es rechnerisch zwischenzeitlich etwas enger wurde, hatte der KSC keine großen Berührungspunkte mit dem Abstiegskampf. "Aber wir wissen, was wir zu tun haben", blickte Eichner voraus. Im letzten Saisonspiel beim 1. FC Heidenheim (Sonntag, 15:30 Uhr) wollen die Karlruher ihre Negativ-Serie beenden. Dabei wird Christoph Kobald (Innenbandverletzung) fehlen Der 24-jährige Innenverteidiger wird mehrere Wochen ausfallen. "Dann ist es gut, dass wir in die wohlverdiente Pause kommen", so Eichner.