• Facebook
  • Twitter

KSV-Coach Werner hat Vertrauen in "eigene Qualität und Stärke"

© IMAGO / Laci Perenyi

Am Freitag (18:30 Uhr) kann sich Holstein Kiel die Tabellenführung für eine Nacht holen und seinen Ruf als Spitzenmannschaft dieser Zweitliga-Saison ausbauen. Dafür muss ein Sieg gegen die Würzburger Kickers her, die in der zweiten Saisonhälfte eine wahnsinnige Aufholjagd anstreben. KSV-Cheftrainer Ole Werner ist gewarnt.

"Auf andere Plätze schaue ich noch nicht"

"In so einer Phase ist das mal ein Vorteil", erklärte Ole Werner in der Pressekonferenz vor dem Freitagsspiel in Bezug auf seine milde Haarpracht, die selbst in der schwierigen Corona-Pandemie dank Eigenleistung immer frisiert ist. Viel zum Haareraufen bleibt entsprechend im spannenden Aufstiegsrennen nicht übrig, ist für den Kieler Coach derzeit aber auch nicht notwendig – zuletzt gab es vier Siege in fünf Liga-Spielen. Und trotzdem blieb Werner vor dem Duell mit dem Tabellenletzten cool: "Auch in dem Spiel sind nur drei Punkte zu vergeben, die gilt es zu erarbeiten. Auf andere Plätze schaue ich noch nicht."

Ein interessantes Tabellenbild würde sich ohnehin erst im Mai ergeben. Trotzdem hielt Werner angesichts des kommenden Gegners fest: "Es gibt nach 20 Spieltagen immer Gründe, warum Mannschaften da stehen, wo sie stehen." Gleichzeitig betonte er, dass es im Fall der Würzburger nicht um die Leistungen im neuen Kalenderjahr geht. Rundum erneuert bieten die Dallenberger derzeit ansprechende Leistungen. "Was insgesamt in der ersten Saisonhälfte schief gelaufen ist, kann ich nicht beurteilen. Sie zeichnet ein geradliniger Fußball aus aus einer guten Struktur heraus."

Komenda vor Rückkehr

Ein Vorteil für die Kieler könnte sein, dass an der Förde einigermaßen normale Trainingsbedingungen herrschten. "Durch die Rasenheizung und dadurch, dass der Platz nochmal abgezogen wurde, war es vernünftig und besser, als andernorts", wusste Werner, dass die Bedingungen in der 2. Bundesliga aufgrund der Wetterlage derzeit weitaus unterschiedlich sind. Auswirkungen auf das Lazarett zeigten die schwierigeren Umstände aber nicht, sodass Innenverteidiger Marco Komenda sogar wieder in den Kader zurückkehren kann.

Für Kiel ist es derweil bereits die zehnte Partie im neuen Jahr, die Belastung an der Förde ist entsprechend hoch. Trotzdem blieb Werners Team bislang vom ganz großen Verletzungspech verschont – aber nicht, weil der Coach besondere Schonungsmaßnahmen traf. "Wenn wir Belastungssteuerung betreiben, dann selten für das übernächste Spiel. Es ist nicht so sehr die Aufgabe, am morgigen Abend jemanden für das Auswärtsspiel in Fürth zu schonen", versprach der 32-Jährige. Daher behielt er auch weiterhin "Vertrauen in die eigene Qualität und eigene Stärke", sodass am Freitagabend ein Raufen des nicht vorhandenen Haares weiterhin keine Rolle spielen soll.