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Personalpuzzle besorgt Kwasniok nicht: "Sind keine Kleinkinder"

© IMAGO / PaetzelPress

Auch am kommenden Wochenende tritt der SC Paderborn als Tabellenführer und offensivstärkstes Team der Liga gegen Jahn Regensburg an. Cheftrainer Lukas Kwasniok hat einen Matchplan bereits in der Tasche – doch das eigene Personal und die Ausrichtung des Gegners stehen noch nicht fest. Geschenke will der SCP-Coach nicht verteilen.

Duo fällt aus, Trio ist fraglich

Geduldig hat der SC Paderborn am vergangenen Spieltag die Punkte gegen Magdeburg eingefahren. Nun folgt das zweite Heimspiel in Folge – und gerade die Bilanz mit vier Siegen in vier Spielen vor eigenem Publikum macht die Ostwestfalen zurzeit zum absoluten Favoriten. Das ergibt sich auch daraus, dass Cheftrainer Lukas Kwasniok stets alles von seinen Spielern fordert. "Automatisch ist bei mir gar keiner im Kader. Eher fahre ich mit 14 Spielern irgendwohin, die in der Lage und willig sind. Willig sind alle. Ob sie in der Lage sind, muss ich entscheiden", so der Übungsleiter.

Auf Kwasnioks Zettel stehen gleich mehrere Fragezeichen. So wird Jannis Heuer (Bänderriss im Sprunggelenk) definitv ausfallen und auch für Adrian Gryszkiewicz (Oberschenkelverletzung) kommt die Partie gegen Regensburg (Samstag, 13 Uhr) zu früh. Weitere Unklarheiten über die Einsatzfähigkeit herrschen bei Felix Platte (individuelles Training), Raphael Obermair (Trainingsrückstand) und Uwe Hünemeier (Platzwunde). Dafür könnte zumindest Kelvin Ofori wieder aus dem Lazarett zurückkehren. Für Regensburg macht sich Kwasniok trotzdem keine Sorgen: "Der Plan steht, aber die Personalauswahl halt noch nicht."

"Nicht immer Puderzucker ins Gesäß blasen"

Von seiner Dreierkette müsse der Coach trotz Ungewissheiten im Kader nicht abrücken, erklärt Kwasniok dazu. Auch Spieler wie Jasper van der Werff, der zuletzt Leistungsschwankungen zeigten, bekommen wieder die Chance. Der SCP-Trainer vertritt eine klare Meinung in der Spielerführung, die nicht immer rosig sein muss. "Das sind keine Kleinkinder. Man muss ihnen nicht immer Puderzucker ins Gesäß blasen. Das sind Profis, die werden hier ordentlich bezahlt und müssen vor 15.000 Zuschauern performen", betont Kwasniok. "Wenn du dann mal eine Phase hast, die nicht so gut ist, dann ist es auch deine Aufgabe, dich da wieder heraus zu holen." Die Chance dazu räumt der Fußballlehrer jedem seiner Schützlinge ein.

Auch Akteure aus dem U21- und U19-Kader könnten am Samstag im Aufgebot stehen. Eine Herausforderung wird sein, den Kader des Gegners einzuschätzen – denn auch Regensburg hat nach kriselnden Wochen einiges umgestellt. "Wir wissen nicht ganz genau, was uns final erwartet. Damit meine ich vor allem die Grundordnung, die sie verändert haben", bezieht sich Kwasniok auf das letzte Spiel der Regensburger. Zu unterschätzen sei der Gegner nicht: "Sie haben das ein oder andere Problemchen im Erzielen von Toren, aber es ist grundsätzlich eine Mannschaft, die dir extrem wehtut. Es ist eine Frage der Zeit, bis sie wieder Spiele gewinnen." In Paderborn soll das aber bestenfalls noch nicht passieren.