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"Leben nicht in Traumwelt": Osnabrück will wieder Siege holen

© IMAGO / osnapix

Elf Spiele ohne Sieg hat der VfL Osnabrück im Gepäck, wenn er nach der Länderspielpause beim Karlsruher SC in den Saisonendspurt geht. Um den Erfolg wieder zu erzwingen, will Cheftrainer Markus Feldhoff jeden Vorteil ausnutzen, der sich den Lila-Weißen derzeit bietet. Im Spiel selbst muss dann die Abwehrreihe um Timo Beermann dicht halten.

Gegnerische Stärke irrelevant

Welche Erkenntnisse lieferte die Länderspielpause VfL-Coach Feldhoff? Das wird sich am Samstag (13 Uhr) in Karlsruhe zeigen. Beim Überraschungsteam der Liga müssen die Lila-Weißen nach elf sieglosen Spielen wieder in die Punkte kommen, um den Klassenerhalt in dieser Spielzeit anzuvisieren. Bestenfalls mit einem dreifachen Punktgewinn. "Da wir alle nicht in einer Traumwelt leben, wissen wir, dass wir Siege brauchen", eröffnete der Übungsleiter die Pressekonferenz vor der langen Auswärtsfahrt ins Badener Land. Eine von neun ausstehenden Gelegenheiten bietet sich beim KSC, den die Osnabrücker im Hinspiel lange Zeit dominierten. Am Samstag sind die Badener der Favorit.

"Es hilft uns nichts, wie gut ein Gegner sein kann. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, um Spiele zu gewinnen", schwor Feldhoff seine Mannschaft ein, um das Saisonziel mit den Niedersachsen zu erreichen. Wieviele Partien ohne Erfolg hinter dem VfL liegen – und wieviele Matches noch folgen – ist für die Endpunktzahl irrelevant: "Es spielt keine Rolle, wie lange wir nicht gewonnen haben. Wir müssen dafür sorgen, dass wir am Saisonende eine Punktzahl haben, mit der wir in der Klasse bleiben." Bei einem Nachholspiel gegenüber der Konkurrenz hat Osnabrück dabei prinzipiell die besten Karten auf der Hand. Deswegen will Feldhoff auch jeden erdenklichen Vorteil nutzen.

"Bestmögliche Verfassung haben"

Einer davon ist beispielsweise eine frühe Anreise zum Wildparkstadion. "Die Fahrt nach Nürnberg war weit, nach Karlsruhe sogar noch ein Stück weiter", erklärte Feldhoff angesichts von einer Reise über knapp 460 Kilometer, dass der VfL einen Tag früher fahren wird. Der Übungsleiter war überzeugt: "Einfach diesen Tag mehr haben, sich auf das Spiel fokussieren und sich von der Reise ausruhen ist einfach für uns ein Vorteil. Es geht darum, alle Dinge auszuschöpfen, die wir ausschöpfen können, um im Spiel die bestmögliche Verfassung zu haben und die bestmögliche Leistung zu bringen."

Genauso war Feldhoff auch von seinem Team überzeugt. Während Konstantin Engel und David Blacha in den Kader zurückkehren, wird Etienne Amenyido noch eine Woche geschont. Adam Susac schaffte es derweil nicht ins Aufgebot. Innenverteidiger Timo Beermann freut sich derweil auf die erneute Herausforderung, dass ihm KSC-Stürmer Philipp Hofmann als Unterschiedsspieler gegenüberstehen wird. "Gerade die Innenverteidiger werden viel mit Hofmann beschäftigt sein. Aber wichtig ist auch, dass wir vorher die Flanken verhindern", gab der Abwehrspieler bereits erste Anweisungen vor der Partie. Diese gilt es auf dem Rasen einzuhalten. Auch die Situation rund um einen positiven Befund beim KSC spielt in der Osnabrücker Bereitschaft keine Rolle, wie Feldhoff klarstellte: "Es wird getestet, es wird sich danach verhalten." Demnach will der VfL nur das sportliche Ergebnis beeinflussen.