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Leihe perfekt: St. Pauli holt Torhüter Stojanovic aus England

© imago images / Focus Images

Der FC St. Pauli hat ein hausgemachtes Torwartproblem, das nun von Dejan Stojanovic gelöst werden soll. Der Österreicher kommt mit sofortiger Wirkung auf Leihbasis vom FC Middlesbrough an den Kiez, um die neue Nummer eins im Abstiegskampf zu werden. Seine internationale Erfahrung soll den FCSP stabilisieren.

Erfolgreich in St. Gallen

Beim Handelfmeter gegen Fürth war Svend Brodersen im Kasten von St. Pauli machtlos, kurz danach rutschte ihm der Ball aus der Hand – und Fürth führte mit zwei Toren. Wie die "Bild"-Zeitung schon am frühen Morgen berichtete, war die Verpflichtung eines neuen Torhüters zu diesem Zeitpunkt wohl schon beschlossene Sache. Weil Robin Himmelmann weiterhin im Formtief steckt und Sommer-Neuzugang Dennis Smarsch keine Option zu sein scheint, lastete der Druck auf Eigengewächs Brodersen. Nun wird Leihgabe Dejan Stojanovic der neue Keeper am Kiez.

Der Österreicher wechselte im vergangenen Januar zum FC Middlesbrough, bestritt dort aber seither nur acht Spiele. Zuvor war er Stammkeeper beim FC St. Gallen, die am Ende der Spielzeit 2019/20 überraschend in der Spitzengruppe der Schweiz standen. Seinen Anteil daran hatte Stojanovic zumindest in einer Halbserie. "Mit Dejan Stojanović konnten wir einen Torhüter verpflichten, der über internationale Erfahrung verfügt und der dem gesamten Defensivverbund mehr Stabilität verleihen soll", zeigte sich Sportchef Andreas Bornemann im Rahmen der Präsentation zuversichtlich. Stojanovic, der noch bis 2023 an den englischen Zweitligisten gebunden ist, wird bis zum Saisonende ausgeliehen.

Aus Trio wird Quartett

Bis dahin kursierte in der Gerüchteküche auch der Name von Stojanovics Landsmann, Martin Fraisl. Der Ex-Sandhausener ist vereinslos, weil er sich im Abstiegskampf mit seinem alten Klub überworfen hatte. Nun lief es auf Stojanovic hinaus, was Cheftrainer Timo Schultz aufgrund dessen Vita gefiel: "Dejan war in seiner Karriere mehrfach schon in ähnlichen Situationen, in der wir uns momentan befinden."

Aus dem Hamburger Torwarttrio wird derweil ein Quartett. Nicht unwahrscheinlich also, dass ein Keeper den FCSP noch verlassen könnte. Smarsch ist noch bis 2023 an die Kiezkicker gebunden, während die Verträge von Brodersen und Himmelmann zum Saisonende auslaufen.