Leipzig und Fürth verlieren weiße Weste
Am Montagabend beschlossen RB Leipzig und Ex-Bundesligist Greuther Fürth den zweiten Spieltag. In einer spannenden Begegnung taten sich die Sachsen schwer und mussten am Ende beim 2:2 mit einem Punkt sehr zufrieden sein.
Zwei Tore in zwei Minuten
Wie schon im Auftaktspiel beim FSV Frankfurt schickte Ralf Rangnick vier Offensivkräfte ins Rennen. Erneut brachte er ganz vorn Forsberg, Poulsen, Selke und Sabitzer. In der Defensive kam hinten rechts Klostermann für Hierländer in die erste Elf. Nicht minder mutig präsentierten sich von ihrer Grundordnung her die Fürther, die auf dem Papier mit drei Stürmern begannen.
Nachdem die ersten zehn Minuten ereignisarm verliefen, setzten die Gäste plötzlich ein Ausrufezeichen: nach einem Eckball stand Sebastian Freis vollkommen ungedeckt und köpfte das 0:1. Leipzig jedoch zeigte sich alles andere als geschockt und es dauerte keine zwei Minuten bis das Remis wiederhergestellt war. Aus spitzem Winkel vollendete Davie Selke durch die Beine von Keeper Sebastian Mielitz, der nicht wirklich souverän dabei aussah.
Berisha schockt Heimelf
Das war, neben einem Distanzschuss von Anthony Jung, aber auch alles, was in der ersten halben Stunde in den beiden Strafräumen geschah. RB fand wenig Zugriff auf Ball und Gegner, das Spiel der Heimelf erhielt so auch keine geordnete Struktur. Fürth stand sicher und wartete ab. Es dauerte bis zur 38. Minute bevor die Leipziger wieder zum Abschluss kamen – erneut war Selke von halbrechts gefährlich, diesmal segelte der Ball jedoch am Kasten vorbei.
Der Ärger darüber war noch frisch, da gab es das komplett böse Erwachen: die Franken setzten einen präzisen Konter, Veton Berisha lief der Defensive unter Abseitsverdacht davon und traf eiskalt zum 1:2 – eine Unachtsamkeit der Roten, die bitter bestraft wurde. Der Favorit stand nun unter Schock und konnte sich nur mit Glück ohne einen weiteren Gegentreffer in die Pause retten. Besonders bei Standardsituationen brannte es stets lichterloh.
Mielitz erneut nicht auf der Höhe
Doch auch nach dem Seitenwechsel war das Kleeblatt zunächst wacher – erst verhinderte Coltorti das dritte Gegentor, dann verzog Freis aus aussichtreicher Position. Die Bullen kamen nur mit sehr viel Mühe wieder in die Partie.
Trainer Rangnick setzte einen Reizpunkt und nahm nach nur 60 Minuten Yussuf Poulsen vom Feld. Massimo Bruno kam für den Dänen in die Mannschaft – die Aktionen derselben blieben aber ungenau und wenig zielstrebig.
Fürth boten sich zunehmend Räume zum Konter, speziell Torschütze Berisha ging in dieser Phase damit aber zu großzügig um. Und die Strafe kam dann doch: anstatt der Vorentscheidung auf der anderen Seite duselte sich Rasenballsport ins Match zurück. Ein strammer, aber keineswegs unhaltbarer, Schuss von Emil Forsberg aus halblinker Position schlug rechts oben im Tor ein – 2:2, nach 75 Minuten war alles wieder möglich.
RB drängte nun auf die Führung, war aber stets offen für schnelle Gegenstöße. Die riskante Spielweise rächte sich an diesem Tag aber nicht mehr, es blieb beim am Ende leistungsgerechten Remis. Gerecht, weil Leipzig bis zum Schluss alles investiert hat und Fürth seine Chancen einfach nicht nutzte.