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Leistung und Ergebnis "total unterschiedlich": FCM unterliegt in Heidenheim

Der 1. FC Magdeburg musste sich im Auswärtsspiel beim FC Heidenheim mit 0:3 geschlagen geben. Die Leistung der Elbestädter stimmte jedoch. Philip Türpitz sah gar "eines der besten Spiele in der Saison". Am Ende haderte die Härtel-Elf mit der eigenen Chancenverwertung und mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters. 

"Ein ganz bitterer Nachmittag"

Wenn bei Spielschluss ein 0:3 auf der Anzeigetafel steht und der Trainer dennoch nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft ist, dann muss die Partie eine besondere gewesen sein. In der Tat: Bei der Niederlage in Heidenheim kam für den 1. FC Magdeburg einiges zusammen. FCM-Übungsleiter Jens Härtel mühte sich auf der anschließenden Pressekonferenz um eine angemessene Einordnung des Gesehenen: "Es gibt zwei Sachen, die total unterschiedlich sind. Meine Mannschaft hat ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, wir haben eine Menge Torchancen gehabt und nur wenig zugelassen. Auf der anderen Seite steht das Ergebnis." Und das sprach nun einmal eine völlig andere Sprache. Härtel: "Für uns ein ganz bitterer Nachmittag."

Magdeburg startete gut in das Spiel, trat von Beginn an sehr kompakt auf, vernachlässigte dabei jedoch keinesfalls die Offensive. Und musste dennoch früh in den sauren Apfel beißen: Griesbeck vollendete eine Dovedan-Vorlage souverän (19.). Als das Schiedsrichtergespann um Arne Aarnink kurz vor der Pause eine knappe Abseitsstellung übersah und Dovedan gar zum 2:0 einköpfte (43.), war der Spielverlauf gänzlich auf den Kopf gestellt. Ungeachtet dessen zeigten die Gäste eine starke Reaktion, wie auch Jens Härtel befand: "In der zweiten Halbzeit waren wir überragend, hatten unfassbar viele Chancen." Nur Tore wollten nicht fallen, zumindest nicht für die Sachsen-Anhalter: So war es Schnatterer, der in der Nachspielzeit einen zweifelhaften Elfmeter zum 3:0-Endstand verwandelte. Zuvor hatte es zwischen Müller und Dovedan einen allenfalls leichten Kontakt gegeben, Aarnink entschied auf Strafstoß für Heidenheim und Ampelkarte für den Magdeburger.

Magdeburger Ärger über die Schiedsrichterleistung

Am Ende stand die Ratlosigkeit: Gut gespielt, trotzdem hoch verloren. Entsprechend schwer tat sich auch der FCM-Trainer mit einer Bewertung der 90 Minuten: Klar sei, "dass wir der Mannschaft jetzt nicht so viel vorwerfen können. Außer die Effizienz, die uns Heidenheim eben heute voraus hatte." Einem anderen Beteiligten konnten die Magdeburger ohne Umschweife jedoch so einiges vorwerfen – dem leitenden Unparteiischen Arne Aarnink. Zu Teilen sicherlich berechtigt: Dem 2:0 ging eine Abseitsstellung voraus, auch der Elfmeter zum 3:0 war durchaus fragwürdig. Tobias Müller, der im Anschluss an die Szene vom Platz gestellt wurde, laut "Volksstimme": "Ich fand den Platzverweis sehr hart. Ich habe im gesamten Spiel, glaube ich, zwei Fouls gehabt und dachte zunächst, dass mein Gegenspieler wegen einer Schwalbe eine gelbe Karte bekommt."